Tillamook Air Museum – Menge Holz in der Hütte

Tillamook Air Museum mit Mini Guppy

Tillamook Air Museum mit Mini Guppy

Wenige Monate vor Start der Reise durch Washington und Oregon erfuhr ich durch Zufall, dass es Tillamook die größte hölzerne Luftschiffhalle der Welt stehen soll. Und um meine Begeisterung zu komplettieren, steht vor der riesigen Halle auch noch die einzige je (um-) gebaute „Mini Guppy“. Klar, warum ich nach Tillamook reisen musste 😉

Komme ich zuerst zur Mini-Guppy. Dieses Flugzeug entstand 1967 aus einer Boeing 377 „Stratocruiser“, die zuvor in Diensten von Pan Am stand.

Die Mini Guppy (N422AU) von vorne

Die Mini Guppy (N422AU) von vorne

Der Erst-Betreiber Aero Spacelines transportierte mit der Mini Guppy unter anderem Raketenteile und Raumsonden (z.B. Pioneer 10) für die Nasa.

Mini Guppy von der Seite

Mini Guppy von der Seite

Anders als die Super Guppy, die früher für Airbus Rumpfteile und Tragflächen transportierte, wird bei der Mini Guppy nicht das Cockpit weg geklappt, sondern, das Heck verschwenkt, um das Flugzeug zu beladen.

Der Laderaum der Mini Guppy

Der Laderaum der Mini Guppy

Der Laderaum der Mini Guppy ist schon beeindruckend. Ungefähr 5,5 Meter im Durchmesser passt hier schon einiges rein. Die Super Guppys messen allerdings noch einmal zwei Meter mehr im Durchmesser….

Das Cockpit der Mini Guppy

Das Cockpit der Mini Guppy

Das Cockpit der Mini Guppy ist spartanisch, aber geräumig, so wie es in den 40er und 50er des letzten Jahrhunderts üblich war. Uhren so weit das Auge sieht 😉

Die Checkliste der Mini Guppy - Vorderseite

Die Checkliste der Mini Guppy – Vorderseite

Die Checkliste der Mini Guppy - Rückseite

Die Checkliste der Mini Guppy – Rückseite

Selbst die Checkliste der Mini Guppy, die bis 1995 flog, bevor sie im Museum abgestellt wurde, existiert noch. Wenn auch ein wenig mitgenommen.

Vor der riesigen Luftschiffhalle wirkt selbst eine Mini Guppy winzig

Vor der riesigen Luftschiffhalle wirkt selbst eine Mini Guppy winzig

Leider ist die Mini Guppy nicht besser dadurch geworden, dass sie nun seit zwanzig Jahren im Freien steht. Warum das Tillamook Air Museum das Flugzeug nicht in die Luftschiffhalle verfrachtet, wird wohl sein Geheimnis sein. Platz wäre in der Halle auf jeden Fall genug.

Die hölzerne Lufhtschiffhalle des Tillamook Air Museum von Innen

Die hölzerne Lufhtschiffhalle des Tillamook Air Museum von Innen

Der komplett – mit Ausnahme der Tore – aus Holz erbaute Luftschiff-Hangar ist während des zweiten Weltkrieges in seinen Dimensionen (327 m lang, 90 m breit, 59 m hoch) so groß erbaut worden, dass gleichzeitig sechs Prall-Luftschiffe der US Navy hier drin Platz fanden. Es wäre also wirklich Platz genug, um auch die Mini-Guppy vor Wind und Wetter geschützt unterbringen zu können.

Fazit: Die Mini Guppy in natura zu sehen ist natürlich schon ein Erlebnis. Aber fast zehn Dollar Eintritt nur für dieses eine Flugzeug ist schon ein wenig happig. Denn was sonst an aviatischem Altmetall in der Halle steht, reißt einen jetzt nicht vom Hocker….

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Veröffentlicht von Ingo Busch

Ich habe schon meinen zweiten Geburtstag an Bord eines Flugzeuges gefeiert und bin seitdem schon viel in der Welt unterwegs gewesen. Als bekennender "Aviation Geek" freue ich mich daher umso mehr, dass ich beruflich viel unterwegs bin und mir daher daher der Stoff zum Bloggen so schnell nicht ausgeht.

1 Kommentar

  1. Die Fotos sind auf jeden Fall beeindruckend geworden.
    Auch wenn ich 10 Dollar für so „wenig“ auch ein bisschen teuer finde.

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