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Best Western Hotel Erb – Parsdorf

Vor ein paar Wochen durfte ich mal wieder in einem Hotel übernachten. Diesmal in der Nähe von München, in Parsdorf. Das Haupthaus des Best Western Hotels Erb in Parsdorf konnte ich schon zweimal genießen und war immer sehr zufrieden. Diesmal allerdings sollte ich nicht dort, sondern in der sogenannten Dependance untergebracht sein.

Hotel Erb - Dependance

Hotel Erb - Dependance

Vom Haupthaus aus erreicht man dieses Gebäude, indem man einmal um das Hotel herum geht, zwischen etwas Gebüsch an einem Spielplatz vorbei, dann wieder durch einen engen von Büschen gesäumten Gang geht und anschließend ein Stück der Straße folgt. Ein Weg von ungefähr 5 Minuten. Im Sommer bei Sonnenschein sehr angenehm zu laufen, wenn es allerdings regnet wird so der Weg zum Frühstück morgens oder abends von Restaurant zurück sehr lästig. Das Gleiche gilt auch, sollte man sich abends noch auf einen Drink zusammen gesetzt haben und geht im Dunkeln diesen Weg. Für ängstliche Personen ist das definitiv nicht geeignet.

Aber zurück zum Gebäude. Vor dem Haus gibt es einige Parkplätze, so dass wir zumindest unser Gepäck nicht tragen mußten. Am Eingang empfing uns ein eigenwilliges Stilleben:

Stilleben

Stilleben

Der Eingangsbereich an sich macht aber doch einen guten Eindruck…

Eingangsbereich

Eingangsbereich

… wäre da nicht…

... die offene Abdeckung...

... die offene Abdeckung...

… des Kastens für die Eingangsbeleuchtung.

Auch offen stehende Türen von Schränken sind nicht unbedingt ein schöner Hingucker:

Flurschrank

Flurschrank

Ganz seltsam ist es auch, ein Sofa mit Blick auf die Wand aufzustellen. Gäbe es das nur in einem Gang, so wäre das vermutlich als Versehen durchgegangen, aber es steht auf jeder Etage so ein Sofa. Ich denke, zwei Sessel wären durchaus angebrachter gewesen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich hier jemand niederlassen möchte, um die Wand anzustarren, zudem es noch nicht einmal ein Bild in passender Höhe gibt, welches die Situation verbessern würde.

Sofa mit Ausblick

Sofa mit Ausblick

Jetzt aber wirklich zu den Zimmern. Da ich bei der Anmeldung nicht gefragt worden war, ob ich ein Nichtraucherzimmer haben möchte, war ich davon ausgegangen, dass es sich um ein Hotel handelt, das nur noch Nichtraucherzimmer anbietet. Das stellte sich allerdings bei Betreten des Zimmers als falsch heraus. Das Zimmer stank dermaßen stark nach kaltem, abgestandenem Rauch, dass es nicht zum Aushalten war. Nach eine kurzen Beschwerde (Fußweg hin zur Rezeption und natürlich zurück, dann wieder hin, um den falschen Schlüssel zurückzubringen…), konnte dies aber gelöst werden und ich bekam ein Nichtraucherzimmer.

Das Zimmer

Das Zimmer

Vom Geruch her war das Zimmer nicht viel besser als das Raucherzimmer. Es hing ein seltsamer Geruch von Parfum im Raum, dass sich der Gedanke aufdrängt, dass man hier irgendeinen anderen Geruch überdecken wollte. Aber zum Glück konnte man die Fenster öffnen.

Wie man schon auf dem oberen Foto sieht, waren die Betten eher lieblos gemacht.

lieblos

lieblos

Man muß aber sagen, dass das die nächsten Tage besser wurde. Die Betten an sich waren sehr bequem und ich habe alles in allem gut geschlafen.

Wir hatten ein Business Paket gebucht, welches neben W-LAN auch die kostenlose Nutzung der Minibar mit einschloss. Eine Minibar gab es allerdings in den Zimmern nicht. Nur eine Flasche Wasser auf dem Tisch. Ein Automat im Eingangsbereich enthielt alle anderen Getränke, die man sonst in einer Minibar erwartet, welche man gegen Einwurf entsprechender Münzen bekommen konnte. Auch wenn ich die Minibar im allgemeinen nicht benutze, etwas hinters Licht geführt fühlt man sich da schon.

Das Badezimmer verfügte über ein Fenster, welches auch verhinderte, dass ich begriff, dass der Fön nur bei eingeschaltetem Badezimmerlicht funktioniert. Da es darauf keinen Hinweis gab und es auch nicht unmittelbar erkennbar war, brauchte ich drei Tage, bis ich den Zusammenhang herausgefunden hatte. Hier wäre ein Aufkleber oder Hinweisschild wirklich sehr zu empfehlen.

Badezimmer

Badezimmer

Das Badezimmer war, bis auf die Heizung, relativ sauber.

Heizung

Heizung

Und die Dusche hat auch schon bessere Zeiten gesehen.

Dusche

Dusche

Auch die Haare in der Dusche waren nicht von mir. Aber der eigentliche Witz an der Dusche war die Tür. Es handelt sich um eine Falttür, die bei Nichtbenutzung in die Dusche hineingeklappt wird und wenn man duschen möchte, von innen nach außen gedrückt wird.

Duschtür

Duschtür

Als ich die Dusche wieder verlassen wollte, fiel mir auf, dass innen kein Griff zum Aufziehen der Tür vorhanden war. Ich mußte also oben an die Tür fassen (unten war auf Grund der Schiene nicht möglich), um die Tür nach innen zu ziehen, damit sie einklappte. Wäre ich zwei Zentimeter kleiner gewesen, wäre mir dies definitiv nicht gelungen und ich hätte in der Dusche festgesteckt. Lustiger Weise entdeckte ich beim Aussteigen aus der Dusche, dass der Griff außen montiert worden war, so dass man auch wirklich überhaupt nicht dran kommen kann. Auch hier war allerdings eine Beschwerde erfolgreich. Man brachte auch innen einen Griff an. Dafür wurde allerdings nicht etwa der äußere, sinnlose, Griff abgebaut, sondern nur ein zusätzlicher Griff montiert, was zur Folge hatte, dass beide Griffe sich drehten, da sie nun nur mit einer Schraube befestigt wurden….

Ich kann die Übernachtung in der Dependence des Best Western Hotels Erb also nur empfehlen. Zumindest Leuten, die auf ein wenig Abenteuer stehen oder sich gerne über ihr Hotel aufregen.

Meinem Freund Pelle hat es jedenfalls nicht gefallen.

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