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Hilfe beim Druckausgleich – Alpine FlyFit

FlyFit Ohrstöpsel in der geschlossenen Dose

Ich mache keinen Hehl daraus: Beim Fliegen habe ich große Probleme mit dem Druckausgleich! Gerade beim Landeanflug. Da hilft kein Kaugummikauen und Gähnen. Auch der Versuch bei zugedrückter Nase Luft gegen das Trommelfell zu drücken, führt, außer zur Belustigung meiner Mitreisenden, aufgrund eines knallroten Kopfes, nicht zum Erfolg. Somit habe ich jahrelang damit leben müssen, dass mir die eustachische Röhre große Probleme bereitet. Irgendwann gewöhnt man sich an die Ohrenschmerzen und das komische Gefühl, ein paar Tage halb taub durch die Gegend zu laufen.

Vor einiger Zeit bin ich auf spezielle Ohrstöpsel aufmerksam geworden, die einem helfen, den Druckausgleich besser zu meistern. Im Langzeittest hielten diese Ohrstöpsel auch, was sie versprechen. Aber schon seinerzeit bemängelte ich, dass der Tragekomfort suboptimal ist.

Dieser Tage bin ich jedoch auf die FlyFit Ohrstöpsel von Alpine aufmerksam geworden. Diese Ohrstöpsel versprechen ebenfalls, die Beschwerden beim Druckausgleich zum vermeiden bzw. zu lindern. Ich habe daher die FlyFit Stöpsel auf mehreren Flügen getestet und ich muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin!

Geliefert werden die Ohrstöpsel in einer kleinen Dose. Diese enthält neben einem Paar FlyFit Ohrstöpsel auch eine Hülse, die einem helfen, die Stöpsel ins Ohr einzusetzen. Diese Hülse ist wirklich praktisch, hilft sie doch den Ohrstöpsel direkt im ersten Anlauf ins Ohr zu stecken.

Die FlyFit Ohrstöpsel in der geöffneten Schachtel

Die FlyFit Ohrstöpsel in der geöffneten Schachtel

Die Stöpsel selbst sind aus einem sehr weichen Material gefertigt. Durch die Form und das Material passen sich die Ohrstöpsel sofort der Kontur des Ohres an, so dass von der ersten Minute an ein sehr angenehmes Tragegefühl besteht. Wie jeder Stöpsel, den man sich ins Ohr steckt, dämpft auch Alpine FlyFit die Umgebungsgeräusche. Jedoch ist diese Dämpfung nicht so stark, dass man das Gefühl hätte, man säße in einem schalltoten Raum. Man kann sich problemlos weiterhin mit seinem Sitznachbarn unterhalten.

Einzelner FlyFit Ohrstöpsel mit aufgesteckter Hülse zum Einsetzen ins Ohr

Einzelner FlyFit Ohrstöpsel mit aufgesteckter Hülse zum Einsetzen ins Ohr

Da an Ohrstöpseln beim Herausnehmen immer etwas Ohrenschmalz anhaftet, ist die Reinigung ein wichtiger Aspekt. Die seinerzeit getesteten Ohrstöpsel lassen sich maximal trocken abreiben – eine Reinigung mit Wasser sollte sogar unterbleiben. Ganz anders Alpine Flyfit: Hier lässt sich der Einsatz, der für Druckregulierung sorgt, einfach herausnehmen und dann die eigentlichen Ohrstöpsel bequem gereinigt werden. Ob man die Ohrstöpsel nur trocken abreibt oder mit Wasser und Seife reinigt hängt von der Situation und dem Grad der Verschmutzung ab.

Durch die Möglichkeit der Reinigung kann man die FlyFit-Stöpsel nahezu unbegrenzt benutzen. Auf jeden Fall länger als die Konkurrenz-Stöpsel, welche nach maximal 10 Flügen hinüber waren. Und bei einem Vielflieger kommen da einige Flüge pro Jahr zusammen und dementsprechend viele Paar Ohrstöpsel.

FlyFit Ohrstöpsel im Größenvergleich

FlyFit Ohrstöpsel im Größenvergleich

Durch die lange Verwendbarkeit relativiert sich auch der geringfügig höhere Preis der Alpine FlyFit Ohrstöpsel (10,95 Euro UVP). Bei Amazon sind sie ein klein wenig günstiger.

Fazit: Ich bin begeistert von diesen Ohrstöpseln! Sie helfen mir, dass ich beim Druckausgleich keine Ohrenschmerzen habe, lassen sich reinigen und ich kann sie extrem lange benutzen.

Hinweis in eigener Sache: Die Alpine FlyFit Ohrstöpsel wurden mir freundlicherweise durch den Hersteller zur Verfügung gestellt. Die hier geschilderten Erfahrungen sind davon jedoch nicht beeinträchtigt.

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6 Kommentare

  1. Habe das auch. Jaule ich heute innerlich bei jeder Landung (da hilft kein Gähnen und Bonbonlutschen), habe ich schon als Kind den Flieder lahm gelegt (und bei meiner Mutter für hektische, rote Flecken gesorgt)
    Danke für den Tipp. Kauf ich!

  2. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass diese Ohrstöpsel helfen. Sehen schon so aus, als ob sie den Druckausgleich erledigen.

    • A.J. Totter sagt

      Ich habe diese Stöpsel von einer Apothekerin empfohlen bekommen,und was sehr skeptisch.Der Erfolg gab ihr recht….Ich bin begeistert. Ich stecke sie 45 Min vor der Landung ein und entferne sie, wenn die Tür auf geht.

  3. Wieder-Fliegerin sagt

    Meine Lösung bei nicht funktionierendem Druckausgleich: Nach extremen, unerträglichen Schmerzen beim Fliegen, die danach noch eine Woche anhielten, bin ich seit einem letzten Versuch 20 Jahre nicht geflogen. (Eine Reise nach Irland wird so zu einem sehr teuren und sehr anstrengendem, 25-stündigen Unterfangen, mit Zug, Bus und Erbrechen-induzierender Fährüberfahrt).

    Mehrere HNO-Professoren/HNO-Klinik meinten, ich müsste mich mit diesem Zustand abfinden; auch im Internet fanden sich damals keine anderen Betroffenen. Durch eine erneute Internetrecherche vor 3 Jahren stieß ich auf eine neue OP-Methode (Ballontuboplastie) und einen Arzt in meiner Stadt, der diese ausführt. Das Beste: Als ich diesen HNO-Arzt (PD Dr. Christoph Klingmann in München, http://www.hno-praxis-muenchen.com) aufsuchte, empfahl er, es vor einer OP mit einem konservativen Verfahren zu probieren, d.h. 6 Wochen lang, alle 10 Minuten (50 x Tag) durch ‚Nase-Zuhalten‘ einen Druckausgleich durchzuführen, Kortisonspray und 2 x täglich eine Nasendusche. Ich war etwas skeptisch, da ja bei mir ein Druckausgleich per ‚Nase-Zuhalten-und-Luftpressen‘ nun mal nicht funktionierte und so leicht sollte sich jetzt mein lebenslanges Problem lösen lassen? Tatsächlich ging es mir auch zuerst wie oben in dem Blog beschrieben: kein Effekt, roter Kopf und am Abend war ich wirklich erschöpft von dem angestrengten Luftpressen. Aber: Bereits am zweiten Tag tat sich etwas in den Ohren und im Verlauf des Trainings wurde allmählich alles ‚geschmeidiger‘ und es klappte tatsächlich immer besser, einen Druckausgleich durchzuführen! Ich konnte nicht glauben, dass jetzt eine Flugreise möglich sein sollte, bzw. hatte völlige Panik vor möglichen erneuten Schmerzen und ließ deshalb in einer Druckkammer überprüfen, dass dies jetzt tatsächlich möglich war. Und das Ergebnis: Ich bin in den letzten 3 Jahren 3 x VÖLLIG SCHMERZFREI geflogen!
    Für Schmerzen beim Fliegen gibt es sicherlich zahlreiche, individuelle Ursachen, die ärztlich im Einzelfall abgeklärt werden müssen, aber vielleicht ist für einige dieser Erfahrungsbericht hilfreich und sie können eine HNO-Ärztin/HNO-Arzt aufsuchen, die/der ihnen möglicherweise in ähnlicher Weise helfen kann.

    • Marwa sagt

      Das kann wirklich hilfreich sein. Habe leider dieses Problem auch und meine HNO-Ärztin meinte, ich sollte mein Leben so weiterleben und es dafür keine hilfreiche OP gibt. Ich werde aber deinen Rat nachvollziehen. Ich hoffe es klappt!!
      Vielen Dank

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