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Parkhotel Bad Schandau

Wir hatten uns dieses Hotel ausgesucht, weil es zu dieser Jahreszeit halbwegs erschwinglich ist (96 EUR für ein Doppelzimmer mit Frühstück minus 2 EUR für Online Buchung). Außerdem sahen die Fotos im Internet ziemlich passabel aus.

Das Hotel besteht aus drei Häusern. Villa Sendig ist das Haupthaus mit Rezeption, Sauna und einigen Zimmern, Residenz Elbblick ist hauptsächlich mit Zimmern bestückt und die Königsvilla beinhaltet das Restaurant und einen Ballsaal.

Parkhotel vom Personenaufzug aus

Parkhotel vom Personenaufzug aus

Da um diese Jahreszeit nur wenige Besucher ihren Weg nach Bad Schandau finden, wurden die Besucher in der Villa Sendig zusammengezogen (wir hatten ursprünglich ein Zimmer in der Residenz Elbblick). Wir hatten nichts dagegen, da man uns das sehr freundlich schon vorher per E-mail mitgeteilt hatte. Im Nachhinein kann man sagen, es war sehr gut, da wir ein tolles Zimmer bekommen haben.

Anreise

Am einfachsten ist es natürlich mit dem Auto zum Hotel zu fahren. Parkplätze stehen zur Verfügung. Allerdings kamen wir mit dem Zug. Der Bahnhof von Bad Schandau wird zur Zeit umgebaut und macht daher keinen besonders einladenden Eindruck. Man sollte auf der Homepage des Hotels auch unbedingt nachlesen, dass man mit der Fähre zum Hotel übersetzen muss, sonst steht man etwas blöd vor dem Bahnhof und weiß nicht, was tun. Die Fährmänner sind allerdings sehr freundlich und hilfsbereit und so gelangt man auch ohne vorherige Informationseinholung gut zum Hotel. Die Fähre kostet einfach 1 EUR pro Person oder ist in den Verbundfahrkarten enthalten. Von der Fährstation am anderen Ufer der Elbe läuft man ein kleines Stück rechts an der Elbe entlang. Das Hotel ist nicht zu verfehlen.

Zimmer

Die Zimmer sind sauber und aufgeräumt. Allerdings war bei uns ein großes Spinnweben an der Decke, das dort wohl auch schon länger hing. Das sollte natürlich nicht passieren. Es wurde aber entfernt, nachdem das Personal darauf hingewiesen wurde.

Das Bett

Das Bett

Sicherlich ist das auf die geringe Ausbuchung zur Winterzeit zurückzuführen.

Das Zimmer

Das Zimmer

Wir hatten ein Zimmer zur Elbe hin mit großem Balkon. Das war ein einmaliger Ausblick.

Balkon und Ausblick

Balkon und Ausblick

Das Badezimmer ist im Gegensatz zum Zimmer etwas klein geraten. Es gab leider auch nur eine Dusche. Die Duschtür war auch etwas gewöhnungsbedürftig, da der eine Teil nicht nach außen zu öffnen war, hier war die Wand im Weg, das könnte für ältere oder etwas vollschlankere Menschen zu einem Problem werden. Es war aber immer sauber.

kleines Badezimmer

kleines Badezimmer

Als kleine Besonderheit ist vielleicht noch zu erwähnen, dass man auch an die Wanderer gedacht hat. Da es im Winter natürlich zum Teil recht nass und matschig ist, gab es für die Wanderschuhe eine extra Schuhwanne zum Abstellen (wahrscheinlich gibt es diese auch im Sommer). Ich finde das sehr sinnvoll, so trägt man den ganzen Dreck nicht ins Hotelzimmer.

für die Wanderschuhe

für die Wanderschuhe

Hotel

Am bemerkenswertesten ist die Hotelkatze Garfield. Der gelbe, fette, faule Kater entspricht völlig seinem Comicebenbild. Ich habe dieses Tier nie laufen sehen, obwohl es sich bewegt haben muss (vielleicht hat er ja einen Träger?), denn es lag einmal in seinem Lieblingssessel, einmal neben dem Aufgang im Sessel und einmal an der Rezeption auf seiner Decke.

Garfield

Garfield

Das Personal ist nett und zuvorkommend. Und hat uns zum Beispiel auch die Residenz Elbblick von innen gezeigt, als wir das ansprachen.

Hotel von der Zufahrtsseite aus

Hotel von der Zufahrtsseite aus

Das Hotel verfügt über einen eigenen Saunabereich. Der Bereich hier ist allerdings recht klein, es gibt eine Sauna, ein Dampfbad, einen Whirlpool, eine Wärmebank und einen Ruheraum, der allerding recht kühl ist. Dazu noch einige Duschen und auch eine Kübeldusche. Die Sauna ist auch bei Einheimischen sehr beliebt.

Restaurant

Das Restaurant war zu der Zeit recht leer. Morgens zum Frühstück wurden einige Tische eingedeckt und Abends zum Essen ebenfalls. Das machte einen recht unbewohnten Eindruck. Das Personal ist allerdings ausgesprochen freundlich. Es sind nicht unbedingt die schnellsten Bedienungen, aber wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht.
Der Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen. Nur leider wurden die Platten mit Käse und Wurst nicht sehr häufig erneuert, da es an Gästen magelte, dadurch wurde einiges etwas trocken und unansehnlich. Dem könnte man evtl mit kleineren Platten entgegenwirken. Die Platten selbst waren sehr liebevoll hergerichtet. Dazu gab es die übliche Auswahl an Brot/Brötchen, Aufstrichen, Eiern, Früchten u.ä. und darüber hinaus noch eine Auswahl an verschiedenen herzhaften Salaten (Eiersalat, Wurstsalat…)
Das Abendessen ist nicht leicht zu beurteilen. Kochen kann man dort, aber leider wird das nicht in gleichmäßiger Qualität gezeigt. Das beste Essen hatten wir, als wir einen Abend zu spät ins Restaurant kamen und extra für uns noch etwas gezaubert wurde. Hier war dann alles frisch zubereitet. Das gleiche Essen ein paar Tage später zur normalen Uhrzeit war eher eine Enttäuschung.

Literaturempfehlung:

  • Dresden und die sächsische Schweiz, DUMONT Reise-Taschenbuch, ISBN 978-3770172207, 14,95 EUR
  • Wanderkarten: Wander- und Radwanderkarte 1:15.000, Sachsen Kartographie No.10 und No.91 (ISBN 978-3-86843-010-3 und 978-3-86843-091-2) für je 4,90 EUR, erhältlich zum Beispiel bei der Schublade in Bad Schandau, Marktstraße 4
  • Der Wanderführer Sächsische Schweiz, Heimatbuchverlage, ISBN 978-3937537054, erhältlich zum Beispiel bei der Schublade in Bad Schandau, Marktstraße 4

Über den Urlaub selbst hat Pelle schon etwas auf seinem Blog geschrieben: Urlaub in Bad Schandau

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