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Schlafen (fast) wie ein König

Das Hotel Königshof – direkt am Rheinufer gelegen

Dort, wo auch schon der deutsche Kaiser sein Haupt zu Nacht bettete, lässt es sich auch heute noch gut schlafen. Das Ameron Hotel Königshof in Bonn blickt auf eine lange Geschichte zurück, die noch lange nicht zu Ende geschrieben ist. Bereits 1872 erbaut, im zweiten Weltkrieg zerbombt und in den 50er Jahren wiederaufgebaut, erstrahlt der Königshof weiterhin. Seit einiger Zeit zur Ameron-Gruppe gehörend, überzeugt das Interieur mit einer Mischung zwischen Moderne und 50er-Jahre-Style.

Die Aufzüge in der Lobby im Stil der 50er Jahre

Direkt oberhalb der Anlegestelle am alten Zoll gelegen, kann man von der Terrasse, wie auch aus einem Teil der Zimmer, das Rheinpanorama genießen. In den öffentlichen Bereichen dominiert die Mischung aus aktuellem Design und Stilelementen der fünfziger Jahre. Die Zimmer selbst jedoch sind gediegen, aber dennoch modern, eingerichtet. Ich sollte für zwei Tage ein Zimmer mit Rheinblick der Kategorie Deluxe bewohnen.

Der Blick aus dem Hotelzimmer auf den Rhein und die Kennedy-Brücke

Die Zimmer selbst sind zwar etwas klein, aber zweckmäßig. Besonders gefallen hat mir, dass trotz der beschränkten Größe in meinem Einzelzimmer keine schmale Pritsche, sondern ein geräumiges (und sehr bequemes) Bett mit 1,20 Breite zur Ausstattung gehört. Sehr findig waren die Innenarchitekten, als es um die Platzierung der Minibar ging: Diese befindet sich im Kleiderschrank. Nicht dumm, aber man muss erst mal drauf kommen…

Das Badezimmer ist vom Platzangebot auch nicht sonderlich üppig aber geräumig genug. Der Fön ist – wie so häufig – links vom Waschbecken montiert, was jedoch dieses Mal weniger problematisch ist. Denn der Spiegel erstreckt sich nicht nur über dem Waschtisch, sondern setzt sich die gesamte anschließende Wand fort. Das macht das Bad auch optisch größer als es ist.

Das Bett im Deluxe-Zimmer

Kommen wir zum Frühstück: Da ich zwei Tage im Königshof logierte, konnte ich das das üppige Frühstücksbuffet gleich zwei mal genießen. Am Samstag morgen war ich gegen halb sieben der erste Gast im Frühstücksraum. Das Buffet war zu diesem Zeitpunkt fast komplett bestückt und auch alle Tische waren, soweit ich dies beurteilen kann, eingedeckt. Besonders erfreut war ich über die Tatsache, dass in diesem Hotel auch an die Teetrinker gedacht wird. So gibt es eine großer Auswahl loser Tees anstelle der üblichen Teebeutel-Schlacht. Sehr gut!

Ein Teil des Frühstücks-Büffets

Mein durchaus positiver Eindruck vom Frühstück wurde jedoch Sonntag morgens getrübt. Gegen neun Uhr begab ich mich diesmal in den Frühstücksraum. Ich war, logischerweise, nicht der Erste. Und nun wurde es ein wenig unschön: Viele Tische waren abgeräumt worden, jedoch hatte es das Personal versäumt auch wieder einzudecken. So wurde unser Tisch erst nach einer Aufforderung an das Personal mit Serviette und Besteck eingedeckt – Untertassen, Milchkännchen und Zuckerdose jedoch nicht. Dies wurde erst nach weiterer Anforderung nachgeholt. Für mich nicht ganz nachzuvollziehen, da meines Erachtens recht viel Personal vorhanden ist. Auch erschien mir Dieses stellenweise etwas „blind“ für die Bedürfnisse und Wünsche der Frühstücksgäste zu sein.

Ein große Auswahl loser (!) Tees wird angeboten

Fazit: Für einen (Wochenend-) Preis von 129 Euro für ein Deluxe-Einzelzimmer mit Rheinblick (159 Euro für das Doppelzimmer gleicher Kategorie) kann man in diesem Hotel fantastisch schlafen und auch der Rheinblick ist grandios. Der insgesamt sehr positive Eindruck wurde jedoch durch den schleppenden Service beim Frühstück getrübt.

Hinweis: Ich habe auf Einladung des Hotels und der Tourismus&Congress Region Bonn ein wunderbares Wochenende anlässlich des Treffens der Plattform deutschsprachiger Reiseblogger verbringen dürfen. Vielen Dank dafür! Meinen persönlichen Ansichten und Erlebnisse bleiben davon jedoch unberührt.

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Ich habe schon meinen zweiten Geburtstag an Bord eines Flugzeuges gefeiert und bin seitdem schon viel in der Welt unterwegs gewesen. Als bekennender „Aviation Geek“ freue ich mich daher umso mehr, dass ich beruflich viel unterwegs bin und mir daher daher der Stoff zum Bloggen so schnell nicht ausgeht. Zusätzlich blogge ich auch noch auf Pictourist.de vom Fotografieren – nicht nur auf Reisen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dort auch mal vorbei schaut! Wer technische Unterstützung beim Betrieb oder dem Aufsetzen eines neuen Blogs, sowie dem Umzug eines bestehenden Blogs benötigt, kann mich gerne ansprechen. Ich helfe gerne…

6 Kommentare

  1. Da hast du ja wirklich ein richtig schönes Hotel erwischt 🙂 Allein der Rheinblick und die Lage ist wirklich schön – der Rest wirkt auch sehr gepflegt. Das mit dem Service ist natürlich schade… Dir noch ein schönes Wochenende, Vanessa

    • Ingo Busch sagt

      Das Hotel war wirklich top. Der Service beim Frühstück hat leider den (sehr) guten Eindruck vermasselt…

  2. Mein Highlight in diesem Hotel: das angeschlossene Restaurant „Oliveto“. Dort auf der Terrasse sitzen, mit Blick aufs Siebengebirge ist schon toll. Dazu dann aber noch außergewöhnlich gute Essen und ein aufmerksamer Service – perfekt. Gehört m.M.n. mit zu den besten Restaurants in Bonn.
    LG, Kristine

    • Ingo Busch sagt

      Schade, dass der Service im Restaurant top ist – beim Frühstück jedoch nicht 🙁

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