Flüge, Manchester, Schlafen, York
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Trip-Report: CGN-MAN-York-MAN-CGN

Und mal wieder standen vier Tage England an. Erst drei Tage in York und dann noch ein Tag in Manchester. Da Germanwings nur Montag und Dienstag morgens von Köln nach Manchester fliegt und Donnerstag und Freitag nur abends, ergab sich bisher nie die Möglichkeit auch von Köln zu fliegen. Da es aber diesmal montags hin und donnerstags zurück gehen sollte, fiel diesmal die Wahl auf die Billig-Tochter der Lufthansa.

Bei vier Tagen Aufenthalt kommt man mit mit dem Handgepäck nicht mehr aus und somit muss man auch noch einen Koffer aufgeben. Germanwings bietet dabei die Möglichkeit im „Best“-Tarif ein Paket zu buchen, welches neben dem Gepäck auch die Buchung des Wunsch-Sitzplatzes und einen Gutschein für einen kostenlosen Snack an Bord beinhaltet.

Den Check-In hatte ich schon 3 Tage vor Abflug online erledigt (im Gegensatz zur Konzern-Mutter, die die erst 23 Stunden vor Abflug ermöglicht, ist der Online-Check-In bei 4U schon 72 Stunden vorher möglich), so dass ich am Flughafen Köln nur noch mein Gepäck loswerden musste. Dies war keine schlechte Entscheidung, denn die Schlangen vor dem „normalen“ Check-In-Schaltern waren doch etwas länger…Nach der Sicherheitskontrolle und der Passkontrolle (warum werden auf Flügen nach England die Pässe kontrolliert, nicht jedoch auf Flügen von England in die EU?) standen wir auch schon am Gate und warteten auf unseren Flieger. Dieser (Airbus A319 mit der Registration D-AGWK) verspätete sich ein wenig und ich befürchtete, dass mein Zeitplan durcheinander käme. Jedoch ging das Boarding zügig vonstatten und so rollte unser Flug (4U 0342) pünktlich von der Position. An Bord war ich schon gespannt, was ich für meinen Gutschein als „Happy Picnic“ (so heißt dieser Gutschein tatsächlich) in natura erhalten würde.

Ich wusste schon, dass der Gutschein einen Snack und ein Heißgetränk oder ein Wasser beinhalten würde. Wie sich dies allerdings präsentiert habe ich natürlich im Bild festgehalten:

Mein "Happy Picnic": Truthahnschinken-Brötchen auf Miles&More-Serviette und Instant-Kakao

Mein „Happy Picnic“: Truthahnschinken-Brötchen auf Miles&More-Serviette und Instant-Kakao

Das Truthahnschinken-Brötchen war von der Konsistenz nicht so knusprig, wie es die Optik suggeriert. Es ist halt eher weich. Dafür ist der Frischkäse, der sich zusätzlich zum Truthahn-Belag zwischen den Brötchenhälften breit macht, recht lecker. Der Kakao hingegen ist ein Instant-Kakao, der mit Heißwasser aufgegossen wurde. Ich muss zugeben, dass ich schon besseren Kakao getrunken habe – aber auch schon wesentlich schlechteren. Also insgesamt im Mittelfeld.

Nach unserer Landung, die pünktlich war, ab durch die Passkontrolle und das Gepäck in Empfang nehmen. Denn nun sollte eine Premiere folgen: Mit dem Zug über eine längere Distanz durch England reisen! Ich hatte mich im Vorfeld erkundigt, ob ein Zug direkt vom Flughafen Manchester nach York fahren würde, da ich keine rechte Lust hatte, um mit dem Auto auf der falschen Straßenseite zu fahren.

Es gibt tatsächlich eine Zugverbindung mit First TransPennine Express, die einen in weniger als zwei Stunden direkt, d.h. ohne Umsteigen, vom Flughafen Manchester nach York bringt. Und das für 24,50 GBP in der ersten Klasse. Das finde ich wiederum klasse! Da ich das Ticket bereits vorher gebucht hatte und dies fest auf einen bestimmten Zug gebucht ist, hatte ich ein wenig Bammel, als sich eine Verspätung in Köln abzeichnete (s.o.). Aber meine Sorgen waren unberechtigt. Der Weg vom Terminal 1 zum Flughafenbahnhof ist recht kurz (kürzer als in Frankfurt) und so blieb mir noch Zeit ein Sandwich für die Reise zu kaufen.

Die Züge selbst sind Diesel-Triebzüge, recht modern und von Siemens hergestellt. In der ersten Klasse sind alle Sitze an Tischen, an denen sich auch zwei Steckdosen befinden. Somit sollte selbst an einem Vierer-Tisch die Stromversorgung ausreichend sein. Als Service an Bord des Zuges werden kostenlos heiße Getränke und kleine (und hiermit meine ich wirklich kleine) Snacks gereicht. Hatte ich nicht mit gerechnet – daher war meine Freude über diese Annehmlichkeiten umso größer. Auf der gesamten Zugfahrt kam der Service sogar zweimal durch, so dass ich zwei Tee trinken durfte.

Der Bahnhof in York ist sehr zentral gelegen und somit waren wir auch schnell im Hotel. Die Travelodge York Central Micklegate (Übernachtungsreport hier) erhebt allerdings eine „Early Check-In Fee“ in Höhe von 10 GBP, wenn man sich erdreistet, vor 15 Uhr einzuchecken. Finde ich etwas happig, aber was soll’s? Ich wollte schließlich nicht mit meinem kompletten Gepäck beim Kunden aufschlagen. Das Hotel war wie beim letzten Mal in Ordnung.

Nach drei Tagen in York (eine Stadt, die im Gegensatz zu Manchester auch abends etwas zu bieten hat) hieß es auch schon wieder Abschied nehmen und mit dem Zug zurück nach Manchester zu reisen. Im Kontrast zur Hinfahrt, war die erste Klasse diesmal gerappelt voll und ich war froh, dass ich zuvor reserviert hatte. Es waren nicht nur alle Sitzplätze belegt, sondern es mussten sich auch genügend Passagiere mit einem Stehplatz begnügen. In der Regel zwar nur bis zur nächsten Station, aber das macht auch kein Spaß.

Auf der Fahrt nach Manchester bin ich nicht bis zur Endstation am Flughafen gefahren, sondern bereits eine Station früher in Manchester Piccadilly ausgestiegen. Von hier ist die Fahrt mit dem Taxi zum Hotel nur halb so lang (und kostet daher auch nur die Hälfte ;-)).

Als Hotel war auch diesmal das Holiday Inn Express Manchester-East gebucht. Ob ich das nächste mal hier wieder übernachte, oder doch eher das Premier Inn Denton buche, ist noch nicht sicher. Sicher ist allerdings, dass die Gegend rund um das Holiday Inn Express gar nicht mehr so sicher ist, so dass selbst der Pub gegenüber des Hotel aus Angst vor Überfällen abends schon um zehn Uhr schließt. Das gibt mir schon ein wenig zu denken, vor allem wenn die ganze Nacht Polizei zu hören ist…

Nachdem auch der letzte Tag beim Kunden geschafft war, ging es mit dem Taxi (Kunde zahlt – sehr praktisch) wieder zum Flughafen. Dummerweise öffnet der Check-In von Germanwings erst zwei Stunden vor Abflug, so dass noch eine knappe Stunde überbrückt werden wollte, bevor auch ich meinen Koffer loswürde. Jetzt zeigte sich, dass es doch von Vorteil war, dass ich im im Februar in Manchester stehen geblieben bin. Da auf der Abflugebene in Terminal 1 keinerlei gastronomische Einrichtung vorhanden ist, erinnerte ich mich, dass selbige auf der Ankunfts-Ebene zu finden waren. Und so konnte ich dort die Zeit bis zum Check-In totschlagen.

Pünktlich zur Öffnung der Schalter stellte ich mich an und direkt hinter mir alle anderen Passagiere… Also schwups den Koffer losgeworden und dann ab durch die Sicherheitskontrolle. Gerade in Manchester sehe ich immer zu, dass ich diese nervige Sache schnell hinter mich bringe, da die Schlangen manchmal recht lang sind. Zeit hatte ich allerdings genug: Schon am Check-In wurde mir mitgeteilt, dass unser Flug (4U0343) eine halbe Stunde Verspätung habe.

Ich suchte mir daher ein hübsches Plätzchen am Fenster, an dem ich in Ruhe mein Bier trinken und das Geschehen auf dem Vorfeld beobachten konnte. Aus der halben Stunde Verspätung sollte allerdings wesentlich mehr eine Stunde werden. Denn erst gegen halb neun, also mehr als eine halbe Stunde später als unsere ursprüngliche Startzeit, rollte der Airbus A319 (Registration D-AGWN) auf Position. Typisch für Manchester: Noch während alle ankommenden Passagiere aussteigen erfolgt schon die Ansage „Final Call for Flight…“. Es blieb daher noch genügend Zeit für eine letzte Zigarette im Raucherkäfig auf dem Dach des Terminals.

An Bord freute ich mich weniger auf mein Happy Picnic als auf die Tatsache, dass es bei Germanwings (wenn auch gegen Bezahlung: 3 Euro für 0,33 l) Früh Kölsch gibt. Und so gesellte sich zum Truthahnbrötchen und einem Tee noch ein Fläschchen Kölsch:

Truthahnbrötchen, Tee und Kölsch

Truthahnbrötchen, Tee und Kölsch

Das Brötchen war wie auf dem Hinflug. Aber das war mir langsam auch egal, denn ich wollte nur noch nach Hause. Das Kölsch versöhnte mich ein wenig mit der ganzen Situation. Und so kam es, dass die Cockpit-Crew Gas gegeben hat und wir um 23:45 Uhr (geplante Ankunftszeit 22:30 Uhr) in Köln ankamen.

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