Alltäglicher Wahnsinn, Aus der Blogosphäre
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Warum macht man den Kommentatoren das Leben so schwer?

Ich muss an dieser Stelle mal meinen Frust loswerden: In letzter Zeit fällt mir auf immer mehr Blogs auf, dass ich mich erst als WordPress.com-Nutzer einloggen muss, um einen Kommentar loszuwerden. Ich habe mir mittlerweile zwar so ein Konto zugelegt, um überhaupt kommentieren zu können, aber es nervt ganz gewaltig! Mein Blog ist selbstgehostet, von daher bräuchte ich dieses Konto eigentlich nicht.

Aus diesem Grund habe ich mir schon so manchen Kommentar verkniffen, weil ich einfach keine Lust hatte, diese überflüssige (Login-) Hürde zu überspringen. Natürlich könnte man auch sagen: „Mensch der Ingo, der regt sich wieder auf. Sind doch nur ein paar Mausklicks mehr.“. Stimmt, aber auch nicht ganz: Ich muss erst auf das „Login über WordPress.com“-Icon klicken, in einem neuen Popup-Fenster Mail-Adresse und Passwort eingeben (nachdem ich mir natürlich vor Monaten dieses m.E. überflüssige Konto zugelegt habe) und danach kann ich erst meinen Kommentar absenden. Es nervt!

Mein Frust ist aber noch steigerungsfähig, wenn ich dann nach Abschicken des Kommentars die lapidare Fehlermeldung „Ungültiger Sicherheits-Token.“ angezeigt bekomme. WTF? Ich habe zwar schon manch einen Blogger über diese Fehlermeldung informiert, aber manchmal auch nicht. Es ist mir dann eben sch… egal. Dann eben kein Kommentar von mir.

Möglicherweise tragen diese künstlichen Kommentar-Barrieren mit dazu bei, dass immer weniger in Blogs kommentiert wird. Das ist zumindest mein Eindruck. Dabei müssen diese Barrieren gar nicht sein. Hier auf dem Blog kann jeder ganz einfach kommentieren: Nur Name, E-Mail und Kommentar eingeben. Ganz einfach. Ob ich dadurch mehr (Kommentar-) Spam auf dem Blog habe? Möglicherweise. Aber durch das hier eingesetzte Anti-Spam-Plugin „AntispamBee“ von Sergej Müller hat es bisher noch nicht ein einziger Kommentar geschafft, im Blog zu erscheinen. Und Kommentare, die fälschlicherweise als Spam erkannt gab es bisher auch nicht!

Daher, liebe Blogger-Kollegen, reißt die Kommentar-Mauern nieder, öffnet die Grenzen Kommentar-Funktion für alle! Auch für diejenigen, die keinen Twitter-, Facebook- oder WordPress.com-Account besitzen! Es wird Euch gedankt. Auch von mir!

Kommentare sind an dieser Stelle (wie immer) ausdrücklich erwünscht! Daher würde ich zu gerne erfahren, ob Ihr meine Meinung teilt.

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Kategorie: Alltäglicher Wahnsinn, Aus der Blogosphäre

von

Ich habe schon meinen zweiten Geburtstag an Bord eines Flugzeuges gefeiert und bin seitdem schon viel in der Welt unterwegs gewesen. Als bekennender „Aviation Geek“ freue ich mich daher umso mehr, dass ich beruflich viel unterwegs bin und mir daher daher der Stoff zum Bloggen so schnell nicht ausgeht. Zusätzlich blogge ich auch noch auf Pictourist.de vom Fotografieren – nicht nur auf Reisen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dort auch mal vorbei schaut! Wer technische Unterstützung beim Betrieb oder dem Aufsetzen eines neuen Blogs, sowie dem Umzug eines bestehenden Blogs benötigt, kann mich gerne ansprechen. Ich helfe gerne…

9 Kommentare

  1. Das unterschreibe ich sofort!

    Du hast aber auf jedenfall den Blick vom WordPress Tellerrand vergessen, denn auf Blogger Blogs ist es genauso schlimm. Vor einigen Monaten war ich noch auf diesem System unterwegs und habe es darum nicht so mitbekommen, aber jetzt mit dem selbstgehosteten Blog: ganz schlimm! Bei manchen Blogs kann man kein Kommentar ohne Google Account schreiben, der bei mir dann auch noch auf meine alte Account Beschreibung verweist. Wer hat das Kommentar geschrieben? Wird der Postschreiber wohl nie herausfinden.
    Und dann frage ich nach, ob es möglich wäre die Kommentare für alle zu öffnen und die freundliche Antwort: Nein.
    Haha, ok, dann schreibe ich halt kein Kommentar. 🙂

    Liebe Grüße
    Christina

    • Ingo Busch sagt

      Du hast vollkommen recht: Bei Blogger.com-Blogs ist es nicht wesentlich besser. Man kann dort aber immerhin mit Name und URL einen Kommentar schreiben, weshalb es mir dort bisher nicht so sauer aufgestoßen ist.

  2. Ich habe sowohl WordPressblog (Teilzeitreisender) und Blogger-Blog (Blo-g.info) und habe bei beiden nur die Minimalversion der Kommentare ermöglicht. Spam kann man, solang es nicht überhand nimmt (wie derzeit leider bei Blogger) ganz gut manuell herausfiltern. Aber es stimmt schon, den Kommentatoren wird das leben schwer gemacht. Ich merke auch, das ein „Like“ und ein Kommentar eher bei Facebook auf Fanseiten kommen und auf Blogs es eher mau aussieht. Und ich glaube da sind noch nicht einmal die Hürden daran schuld, sondern viele andere Sachen auch. Grundsätzlich ist wegen dem Überangebot an Informationen eine gewisse Kommentarfaulheit eingetreten, denn ehrlich, wenn ich kommentieren will, dann hält mich auch kein Code ab…

  3. Ganz deiner Meinung. Ich hab das kommentieren auf Blogs, wo ich mich mit irgendeinem Accout einloggen muss eingestellt.
    Und mit Blogspot hab ich irgendein besonderes Problem, da werden meine Kommentare nie abgesendet.
    SPAM lässt sich unglaublich leicht herausfischen, dass ist kein Argument in meinen Augen. Eben wie du sagtest mit Antispambee und ich hab zusätzlich seit ein paar Tagen noch ein honigtopf Plugin, so dass jetzt gar keine Spam Kommentare eingehen.

    • Ingo Busch sagt

      Bei mir reichte bisher AntispamBee ohne den Honeypot. Das schöne bei AntispamBee ist m.E., dass man auch mal ein paar Tage weg sein kann und die Kommentar-Warteschlange trotzdem nicht von Spam verstopft wird.

  4. Christina sagt

    Oh ja Ingo, das nervt total!

    Was mir oft passiert: Ich gebe einen Kommentar ein – einen langen Kommentar – muss mich dann über einen quälenenden Weg irgendwo anmelden und dann, schwupps, weg ist mein Kommentar und ich darf ganz von vorn anfangen. Oft habe ich es dann frustriert einfach ganz gelassen.

    Ich arbeite bei mir im WordPress-Blog zusätzlich mit einem Captcha-Plugin, weil ich einfach zu viel Facebook-Spam auf Dauer hatte. Funktioniert seither alles prima.

    LG Christina

    • Ingo Busch sagt

      Der Artikel ist genau aus so eine Situation heraus entstanden, wie Du es beschrieben hast: Langen Kommentar geschrieben, absenden, einloggen – alles weg. Ich habe es dann auch gelassen. Und das ist mir eben auch häufiger passiert.

      Mit Captchas tue ich mich ein wenig schwer. Erstens können auch sie nerven und einen wirklichen Schutz gegen Spam-Bots bieten sie auch nicht immer. Früher habe ich auch (bei anderen Projekten) auf Captchas gesetzt, es aber irgendwann sein gelassen.

      Was Facebook-Spam angeht habe ich keine Probleme: Kein Fratzenbuch = kein FB-Spam hier 🙂

  5. Du sprichst mir ganz aus dem Herzen. Ich nerve mich immer gewaltig, wenn ich mehr oder weniger aufwändig einen Kommentar schreibe und ich den dann nicht losschicken, weil man sich irgendwie einloggen muss. Das führt sogar soweit, dass ich solche Blogs überhaupt nicht mehr besuche.

  6. WItzig dass Du das ansprichst – wegen Steffis (gipfelglueck) Hinweis, dass ihr das eben bei mir passierte, hab ich gegoggelt und finde unter anderem Deinem Beitrag. Böse wird das dann, wenn ich gleichzeitig sehe, dass es tatsächlich die Kombination Jetpack Plugin Kommentarfunktion und Anti Spambee sein soll, die an dem Problem Schuld ist… und ich darf nun weiter suchen, wie ich das Problem löse…

    (Dir viel Spass in Alaska, hab den Tag schonmal in der Suche 😉

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