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Moxy Hotel Mailand: Stylishes Airport-Hotel am Flughafen Malpensa

Es ist kein alltägliches Ereignis, dass eine neue Hotel-Marke aus der Taufe gehoben wird. Dieser Tage war es allerdings so weit: Die Marriott-Gruppe (Marriott, Courtyard, Residence Inn etc.) hat das erste Hotel ihrer neuen Budget-Marke „Moxy Hotels“ eröffnet.

Dabei ist die Grundidee von Moxy anders, als die der Mitbewerber: „Budget“ bezieht sich hier auf den Preis. Komfort, Ausstattung und Design kommen jedoch nicht zu kurz.

Lobby und Rezeption des Moxy Hotel Mailand

Schon beim Betreten der Lobby fällt auf: Es ist hier irgendwie anders. Ich halte ein wenig irritiert Ausschau nach der Rezeption. Erst auf den zweiten Blick entpuppt sich der Tresen direkt vor mir als solche. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend und so klappt der Check-In-Vorgang ohne Probleme, auch wenn mein Zimmer erst etwas später bezugsfertig ist. Kein Wunder, wenn man schon morgens um 8:30 in Malpensa landet 😉

Lobby des Moxy Hotel Mailand

Genug Zeit, um die Lobby in Augenschein zu nehmen. Hier ist alles frisch und recht stylish. Platz zum Arbeiten gibt es hier genug und wirklich überall gibt es Steckdosen, um den mitgebrachten Elektronik-Zoo mit dem nötigen Saft zu versorgen. Dabei ist die Lobby in vier verschiedene Zonen aufgeteilt, so dass man je nach Ruhe- oder Gesprächsbedarf immer ein geeignetes Plätzchen für sich findet.

Living Room im Moxy Hotel Mailand

Die Lobby ist überhaupt der Dreh- und Angelpunkt beim Aufenthalt im Moxy: Auf den Zimmern gibt es keinen Schreibtisch. Das ist wahrscheinlich auch besser so, denn in vielen (Budget-) Hotels eignen sich diese ohnehin nur eingeschränkt zum vernünftigen Arbeiten. Das WLAN ist kostenlos und schnell. Auch hat man hier auf das Gehampel mit Zugangscodes etc. verzichtet. Sehr gut! So sollte es heutzutage sein.

Die Zimmer sind „nur“ 19 Quadratmeter groß, wirken aber dennoch geräumig. Bei durchschnittlich ein bis zwei Nächten, die die Gäste im Moxy verbringen werden, konnte man auf Überflüssiges verzichten: Neben dem erwähnten Schreibtisch wurde auch auf einen Kleiderschrank verzichtet. Anstelle des Kleiderschrankes gibt es Wandhaken und ausreichend Bügel.

Blick ins Zimmer im Moxy Hotel Mailand

Verzicht wurde jedoch nicht bei der sonstigen Ausstattung der Zimmer geübt: Ein 42-Zoll-Fernseher gehört im Moxy zum Standard. Zusätzlich wurde jedoch auch noch ein Apple-TV und ein Miracast-Empfänger installiert, so dass man auch ganz bequem von seinem iPhone/iPad oder Android-Gerät Filme und Musik auf den Fernseher streamen kann. Durchaus nicht selbstverständlich! Erst recht nicht in einem Budget-Hotel.

Der große 42-Zoll-Fernseher mit Apple TV in den Zimmern im Moxy Hotel Mailand

Neben den erwähnten Steckdosen in der Lobby wurde auch nicht an der Stromversorgung im Zimmer gespart. Es sind genügend Steckdosen vorhanden und zusätzlich wurden sogar USB-Steckdosen installiert, so dass das Ladegerät in vielen Fällen im Koffer bleiben kann.

Steckdosen satt in den Zimmern im Moxy Hotel Mailand

Auch an weiteren Details wurde nicht gespart: Unter dem Bett ist eine LED-Leiste installiert, die über einen Bewegungsmelder automatisch eingeschaltet wird, sobald man einen Fuß auf den Boden setzt. Durch diese dezente Orientierungsbeleuchtung entfällt der Griff zum Lichtschalter, wenn man Nachts mal wohin muss…

Auf den Zimmern sucht man vergeblich nach Bügelbrett und -eisen. Dafür gibt es auf jeder Etage ein Bügelzimmer, in dem man seine (Business-) Klamotten aufbügeln kann. Die Idee finde ich richtig gut!

Moxy Hotel Mailand

Das Moxy am Flughafen Malpensa befindet sich direkt gegenüber vom Terminal 2. Wer also mit Easyjet in Malpensa ankommt, verlässt das Terminal und ist nach 200 Metern Fußweg schon im Hotel. Alle anderen Passagiere und Hotelgäste, die im Terminal 1 ankommen, nehmen den kostenlosen Shuttle-Bus zwischen Terminal 1 und 2. Der Bus fährt direkt am Sheraton-Hotel am Terminal 1 ab: Nach dem Verlassen des Ankunftsbereiches in Terminal 1 einfach Richtung Bahnhof im Tiefgeschoß laufen und dann der Beschilderung zum Sheraton folgen.

Das Moxy Milano ist das erste Hotel dieser neuen Marke von Marriott. Weitere fünf Häuser sollen 2015 eröffnen, darunter Häuser in München, Frankfurt und Berlin. Eine „Dauerbewohnerin“ hat das Mailänder Moxy bereits jetzt schon: Die Künstlerin Nune D’Amico Kerobyan hat sich bei der „Black Canvas Challenge“ im Rahmen der Eröffnungsparty gegen die anderen beiden Finalisten durchsetzen können. Sie erhielt ein Preisgeld von 3000 Euro und als „Moxy Artist in Residence“ hat sie die Möglichkeit Kunstwerke für das nächste Moxy-Hotel zu erschaffen.

Hinweis in eigener Sache: Ich wurde von der Marriott-Gruppe zur Eröffnung des Moxy Milano eingeladen. Meine persönlichen Ansichten sind hiervon jedoch unberührt.

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Ich habe schon meinen zweiten Geburtstag an Bord eines Flugzeuges gefeiert und bin seitdem schon viel in der Welt unterwegs gewesen. Als bekennender „Aviation Geek“ freue ich mich daher umso mehr, dass ich beruflich viel unterwegs bin und mir daher daher der Stoff zum Bloggen so schnell nicht ausgeht. Zusätzlich blogge ich auch noch auf Pictourist.de vom Fotografieren – nicht nur auf Reisen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dort auch mal vorbei schaut! Wer technische Unterstützung beim Betrieb oder dem Aufsetzen eines neuen Blogs, sowie dem Umzug eines bestehenden Blogs benötigt, kann mich gerne ansprechen. Ich helfe gerne…

12 Kommentare

  1. Sehr interessanter Bericht. Hängt da nicht auch irgendwie IKEA mit drin?! Bin mal gespannt, wenn die hier eins in Deutschland eröffnen; dann würde ich denen auch gerne mal einen Besuch abstatten.

    • Ingo Busch sagt

      IKEA hängt in soweit mit drin, dass „Vastint Hospitality“ (eine Tochter der Inter IKEA Group) an der Entwicklung mit beteiligt ist.

      Aber keine Angst: Du musst Dein Bett nicht selber zusammen schrauben 😉

  2. Das ist wirklich ein stylishes Hotel! Gefällt mir gut, was du da berichtest. Wie ist denn das Frühstück? 🙂

    Liebe Grüße
    Jessi

    • Das Frühstück ist Self-Service. Es gibt Brötchen, Croissants, Wurst, Käse, Schinken, Müsli. Da sollte für jeden Gaumen etwas dabei sein. Besonders erwähnen möchte allerdings den Orangensaft: Der war sensationell gut!

      Was ich nicht entdecken konnte, war laktosefreie Milch, Soja- oder Mandelmilch. Ich muss allerdings zugeben, dass ich weder danach gesucht noch gefragt habe 😉

  3. Danke für den Artikel. Airport-Hotels sind generell gute Ideen, da man sich bei kurzen Tagungen Minimum einen Transfer zum Flughafen sparen kann. Hat das Hotel auch Konferenzmöglichkeiten für größere Gruppen?

    Nur eine Sache ist mir aufgefallen: Ein SOS-Schalter neben dem Bett als „Lichtschalter“? Geht so etwas nicht schief?

    LG Phil

    • Das Hotel hat auch zwei Meetingräume. Wie groß diese sind, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

      Zum SOS-Taster: Auf den Zimmern befinden sich keine Telefone. Da mittlerweile fast jeder Reisende mit einem Mobiltelefon unterwegs ist, hat man sich bei der Konzeption dazu entschieden auch die Installation einer Telefonanlage quer durchs ganze Haus zu verzichten. Damit man aber trotzdem einen Notruf absetzen kann, wurden die SOS-Taster installiert. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann ich einen Notruf auch wieder canceln. Wie sich die Notruf-Taster in der Praxis bewähren wird sich wahrscheinlich erst noch zeigen…

      • Keine Telefone? Das ist ja mal eine interessante und mutige Entscheidung (99% aller Reisenden nimmt diese Ding nachts nur Platz für die Flasche Wasser oder das Ladekabel weg). Die Tatsache ist zwar durchaus nachvollziehbar, allerdings wird dies die DeHoGa in Deutschland sicher mit einem Stern-Abzug bestrafen.

        Da frage ich mich: Was kommt als nächstes? Abschaffen des Faxgerätes an der Rezeption?

        • Ingo Busch sagt

          Der Verzicht auf Telefone im Zimmer ist nicht neu. In UK ist beispielsweise in den Travelodge-Häusern auch kein Telefon auf dem Zimmer.

          Und was die DeHoGa angeht: Nunja, Du kennst meine Meinung, Phil! Beziehungsweise, wir sind da gleicher Meinung: Solange Faxgerät, Telefon und Co. wichtig für die Sterne-Vergabe ist, WiFi aber nicht, sind mir die Sterne ziemlich schnurz.

  4. Wow… darin würde ich auch gern einmal übernachten… Die Nacht, der komplette Aufenthalt war bestimmt sehr angenehm. So sieht es zu mindestens aus.

    Gruß
    Marco (Link wurde entfernt)

  5. Sieht toll aus, gefällt mir. Könnte man glatt mal drin übernachten, wenn ich auch Hotels am Flughafen nicht so den Hit finde, obwohl ich Flughäfen liebe.
    Was mich massiv stören würde ist der Bewegungsmelder. Wenn ich nachts aufstehe, dann im Dunklen. Ansonsten bin ich nämlich hellwach und schlafe mindestens eine halbe Stunde lang nicht mehr ein, zieht sich oft über zwei Stunden, bis ich wieder zur Ruhe finde. Und wenn ich dann noch nicht mal selber aufstehen musste sondern meine Freundin, dann wäre es gleich noch schlimmer….

    • Ingo Busch sagt

      Die Beleuchtung, die mittels Bewegungsmelder eingeschaltet wird, ist äußerst dezent und dient wirklich nur der Orientierung. Denn „Festbeleuchtung“ würde ich auch als sehr störend empfinden…

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