Oregon, Portland, Washington und Oregon 2015
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Portland, Oregon – von Straßenbahnen, wenig Autos und Trinkbrunnen

Typische Straßenansicht in Portland

Die Hauptstadt Oregons stand schon lange auf der Liste der Städte in den USA, die ich unbedingt besuchen wollte. Normalerweise mache ich mir aus Großstädten in den Vereinigten Staaten sehr wenig, um es höflich zu umschreiben. Aber mir haben schon so viele USA-Kenner von Portland vorgeschwärmt, dass ich mir ein eigenes Bild der Stadt schaffen wollte. So viel vorab: Ich wurde nicht enttäuscht!

Doch der Reihe nach: Aufgrund der Tatsache, dass unser Hotel aus Kostengründen in einem Vorort von Portland lag, musste wir erstmal in die Innenstadt kommen. Das bedeutet auch, dass man das Auto irgendwo abstellen muss. Das ist – wer die USA kennt – in den meisten Großstädten nicht einfach. Parkplätze und Parkhäuser sind normalerweise rar wie Goldstaub und sind auch genauso teuer. Preise von 10 Dollar und mehr pro Stunde sind da keine Ausnahme!

Unten Parkhaus - oben Hotel

Unten Parkhaus – oben Hotel

Und in Portland? Nun in fast jedem Block existiert ein Parkhaus und die Preise sind durchaus als moderat zu bezeichnen. Also flugs das Auto in einem Parkhaus abgestellt und die Stadt per Pedes erkundet. Das geht sehr gut im Rahmen einer „Best of Portland Walking Tour“. Diese Touren werden von waschechten Portlandern geleitet und dauern circa zweieinhalb Stunden und man bekommt die wichtigsten Orte in der Innenstadt Portlands zu sehen. Nebenbei erfährt man auch viele Details zur Geschichte Portlands und zum Lebensstil in der „Rose City“.

Straßenbahn in Portland

Straßenbahn in Portland

Bereits in den 1950er-Jahren stellte man in Portland fest, dass die Innenstadt verödet und man diese wieder lebenswerter gemacht werden müsse. Als Teil des Masterplans wurde entschieden, den Autoverkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Also wurde der Bau von Parkhäusern forciert, denn am Straßenrand parkende Autos sollten das Stadtbild nicht mehr beeinträchtigen. Und so ist es heute. Ebenso wurde der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und so verfügt die Stadt am Willamette River heute über ein top Straßenbahn-Netz!

Eines der Cast Iron Buildings in Portland

Eines der Cast Iron Buildings in Portland

Alte Gebäude sind nicht, wie sonst üblich in den USA, der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Daher gibt es heute noch eine Menge der „Cast Iron Buildings“ in Portland zu bewundern. Ob ein Gebäude tatsächlich aus Gussstahl erbaut wurde, lässt sich leicht feststellen: Einfach einen Magneten an die Fassade halten 😉
Eines der schönsten erhaltenen Gebäude ist übrigens die Arlene Schnitzer Concert Hall. Ehemals ein Kino mit 3000 Sitzplätzen wurde es in den 1970ern aufwändig restauriert und zu einem Konzertgebäude umgebaut. Den heutigen Namen trägt das ehemalige Paramount Theater zu Ehren der Haupt-Sponsorin der Restaurierung…

Arlene Schnitzer Concert Hall

Arlene Schnitzer Concert Hall

Portland hat aber auch eine Menge Dinge zu bieten, die man leicht übersehen kann. Da wären zum einen die vielen kleinen Brunnen, von denen jeder ein anderes typisches Tier des Nordwestens zeigt.

Brunnen mit Bär

Brunnen mit Bär

Besonders gut gefallen haben mir aber auch die Benson Bubblers die im historischen Teil der Innenstadt zu finden sind. Diese Trinkwasserbrunnen wurden 1912 von einem gewissen Herrn Benson gestiftet, damit die Arbeiter tagsüber Wasser trinken. Und sich nicht in den Kneipen an Bier und Co. erfrischen 😉 Seit mehr als 100 Jahren in Betrieb wurden die ursprünglich zwanzig Bubblers durch weitere Nachgüsse ergänze, so dass 52 Brunnen insgesamt aufgestellt sind. Interessanter Fakt am Rande: Man hat vor einigen Jahren die Benson Bubblers im Vergleich mit Trinkwassersprudler an anderen öffentlichen Plätzen, z.B. dem Flughafen Portland, auf Keime untersucht. Das Ergebnis hatte jeden überrascht: Die historischen Trinkwasserbrunnen sind weniger belastet als deren moderne Pendants. Wahrscheinlich weil in den Benson Bubblers ständig Wasser sprudelt und so Keime auch direkt weg gespült werden…

Benson Bubbler

Benson Bubbler

Detail an einem der Benson Bubbler

Detail an einem der Benson Bubbler

Leicht zu übersehen ist auch der Mills End Park. Wie kann man einen Park übersehen? das geht recht einfach, da es sich um den kleinsten Park der Welt handelt und sich auf einer Verkehrsinsel von weniger einem halben Quadratmeter Fläche befindet 🙂 (ich selbst hatte es total verpennt ein Foto davon zu machen, daher vielen Dank an Heike für das Foto!)

Mills End Park - Foto: Heike Bohm, www.heikes-reiseblog.de

Mills End Park – Foto: Heike Bohm, www.heikes-reiseblog.de

Portland hat aber auch kulinarisch Einige Besonderheiten zu bieten! Aber darum geht es im nächsten Artikel…

Mehr zu Portland gibt es auf Heikes Reiseblog zu lesen…

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