40 Stunden Island: Meine 3 Highlights

Ausblick vom Icelandair Hotel in Hamar
Ausblick vom Icelandair Hotel in Hamar

Ich sollte nur vierzig Stunden auf Island verbringen. Das ist reichlich kurz für die Insel im Nord-Atlantik. Trotzdem konnte ich einen ersten Eindruck gewinnen. Und hier sind meine persönlichen Highlights:

Wasserfälle: Hraunfossar und Barnafoss

Die Hraunfossar-Wasserfälle
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Es gibt bestimmt eindrucksvollere Wasserfälle auf Island. Da ich mich aber nur im Westen der Insel aufgehalten habe und den „Golden Circle“ in der kurzen Zeit nicht auch noch schaffen konnte, fand ich beide Wasserfälle schon recht imposant.

Die Hraunfossar fließen zwischen zwei Lavaschichten hindurch und stürzen in den Fluss. Solch einen Wasserfall habe ich bisher noch nie zu Gesicht bekommen! Ich könnte hier Stunden stehen und dem rauschenden Wasser zuhören, wenn es an diesem Tag nicht so furchtbar windig wäre.

Da bewege ich mich lieber ein paar Meter weiter zum Barnafoss. Dieser liegt flussaufwärts der Hraunfossar. Auf dem Weg hierhin steht auch eine kleine Brücke über den Fluss, von der man einen tollen Blick sowohl auf den Barnafoss, als auch auf die Hraunfossar hat.

Ein Besuch in der Therme „Krauma“

Was wäre ein Besuch auf Island ohne das Baden in einer Therme beziehungsweise heißen Quelle? Richtig! Man war nicht wirklich auf Island! 😉 Also lasse ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, mich auch ein wenig kochen zu lassen…

Die Deildartunguhver-Quellen spucken jede Minute 180 Liter heißes Wasser aus. Und heiß ist hier wörtlich gemeint, denn das Wasser ist 100° C heiß! Da man in so heißem Wasser nicht baden kann, wird in der Therme Krauma das heiße Quellwasser mit Gletscherwasser gemischt und bei Temperaturen zwischen 37 und 39 ° C in verschiedene Becken geleitet.

Die Therme Krauma liegt mitten in der Natur und wird von den Deildartunguhver-Quellen gespeist; Foto: Mona Contzen

Es ist zwar etwas frisch, wenn man aus der Umkleide ins Freie tritt, vor allem, weil der kalte Wind an diesem Tag ganz besonders kräftig pustet. Aber sobald man in das warme Wasser eintaucht, wird es sehr angenehm. Durch den Wind fällt der ungewohnte, leichte Schwefelgeruch des Wassers nicht so sehr ins Gewicht. Ich fange an zu entspannen: Den Körper im warmen Wasser und den Kopf im Wind genieße ich den Blick in die karge Umgebung. Nach einer halben Stunde fühlt man sich bereits wie neu geboren!

Gemeinsames Bad mit dem Schriftsteller Arthur Björgvin Bollason in der Therme Krauma, die mitten in der Natur liegt und von den Deildartunguhver-Quellen gespeist wird; Foto: Mona Contzen

Die Hauptstadt Reykjavik

Reykjavik ist nicht nur die am weitesten nördlich gelegene Hauptstadt der Welt, sondern wahrscheinlich auch die kleinste von mir jemals besuchte Hauptstadt. Und doch wohnen hier knapp 120.000 Menschen und somit auch etwas mehr als ein Drittel der Gesamt-Bevölkerung Islands.

Ich kann einen Blick auf das Gästehaus der Regierung erhaschen, in dem sich 1986 Ronald Reagan und Michail Gorbatschow zu Gesprächen trafen.

Das „Weiße Haus“ von Reykjavik – der Sitz des isländischen Ministerpräsidenten war früher ein Gefängnis

Unweit des Hafens steht das „Weiße Haus“. Hier hat der isländische Ministerpräsident seinen Sitz. Anders als das Pendant in Washington steht hier jedoch weder ein Zaun, noch sieht man irgendwelche Wachen oder Polizisten. Politiker brauchen in Island keine Angst vor Gewalt haben. Ich finde das sehr angenehm.

Das Gebäude des isländischen Parlaments, des Althing

Auch vor dem Parlamentsgebäude, in dem der Althing tagt, stehen keinerlei Wachleute. Das war mit Sicherheit ein wenig anders in den Tagen der Finanzkrise, als das isländische Bankensystem zusammenbrach und die Isländer in Scharen vor dem Parlament demonstrierten.

Die „Altstadt“ von Reykjavik mit den charakteristischen bunten Fassaden

Ich schlendere weiter durch die Altstadt mit den pittoresken bunten Fassaden in Richtung Marine Museum. Dort angekommen muss ich jedoch leider feststellen, dass es bereits fünf Minuten nach fünf ist. Das Museum schließt aber bereits um 17 Uhr. Also muss ich den Besuch im Museum beim nächsten Mal nachholen…

Hier wollte ich rein, hatte aber schon geschlossen: Das Schifffahrtsmuseum von Reykjavik

Fazit

Auch wenn ich nur anderthalb Tage auf Island verbringen durfte, konnte mich die Insel begeistern. Ich komme bestimmt wieder! Und beim nächsten Mal bleibe ich hoffentlich auch länger 😉

Hotel-Tipp für den Westen Islands

In Hamar liegt das Icelandair Hotel. Von außen eher unscheinbar bietet es gemütliche Zimmer mit modernem Ambiente. Was aber unschlagbar ist, ist die Aussicht! Und wer Glück hat, kann sogar Polarlichter (Aurora Borealis) sehen. Auf Wunsch wird man von der Rezeption geweckt, wenn die Nordlichter im Anmarsch sind.

Hinweis: Ich wurde zu der Reise nach Island durch Icelandair eingeladen. Mein persönlicher Eindruck wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

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