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Hotel De Lindeboom in Den Burg auf Texel

Hotel De Lindeboom in Den Burg auf Texel

„Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.“ Noch nie traf dieser Sinnspruch für mich auf Reisen mehr zu, als im Hotel De Lindeboom in Den Burg auf Texel! Dieses 3-Sterne-Hotel schaffte es, dass ich innerhalb eines Zeitraumes von drei Tagen zweimal überrascht wurde. Und zwar beide Male von der Ausstattung der Zimmer. Aber der Reihe nach…

Ich erreiche am frühen Abend die Insel Texel mit der Fähre und nach knapp zehn Minuten Fahrtzeit mit dem Auto erreiche ich das Hotel mitten im historischen Ortskern von Den Burg.

Die erste Nacht: Modernes Zimmer im Neubau

Der Check-In ist schnell erledigt und ich befördere mich mitsamt meinem Gepäck per Aufzug ins zweite Obergeschoss des Neubaus. Beim Betreten des Zimmers fällt mir sofort auf, wie geräumig es ist.

Modernes Zimmer im Hotel De Lindeboom

Die Einrichtung ist stimmig und recht modern. Sogar an (USB-) Steckdosen neben dem Bett wurde gedacht, damit man nächtens den mitgeführten Elektronik-Zoo mit Strom versorgen kann.

Modernes Zimmer im Hotel De Lindeboom

Das Bad ist ebenfalls sehr geräumig und vor allem ebenerdig und damit – mit Ausnahme der Badewanne – barrierefrei eingerichtet.

Bad im modernen Zimmer im Hotel De Lindeboom – geräumig und barrierefrei

Nach einem Abendessen im zum Hotel gehörigen Restaurant Schoutenhuys falle ich irgendwann ins Bett und schlafe prima. Die Matratze hat genau die richtige Härte für mich und der Regen, der in dieser Nacht an die Scheibe prasselt, stört mich nicht. Ganz im Gegenteil.

Auch das Frühstück am nächsten Morgen weiß zu überzeugen. Es ist alles da, was das Herz begehrt und gut gestärkt checke ich ein wenig später aus. Die nächste Nacht werde ich nämlich im Hotel Texel nächtigen, bevor ich wieder ins Hotel De Lindeboom zurück kehren werde.

Die zweite Nacht: Winzig-Zimmer im Altbau

Nach einer Nacht im Hotel Texel kehre ich wieder ins Hotel de Lindeboom zurück, um die letzte Nacht auf Texel zu verbringen. Der Check-In geht wieder problemlos über die Bühne. Diesmal bekomme ich jedoch kein Zimmer im Neubau, sondern im Altbau. Das bedeutet erst einmal für mich, dass ich mein Gepäck eine Stiege in die erste Etage herauf wuchten muss. Ich habe zwar zwei gesunde Arme und Beine – Spaß macht das aber nicht.

Altes Zimmer im Hotel de Lindeboom

Als ich die Zimmertüre öffne, trifft mich der Schlag: Eine winzige „Slaapkamer“ wurde mir zugewiesen. Man kann sich zwar noch so eben um die eigene Achse drehen, jedoch für den Koffer ist kaum Platz. Also muss man ihn zum Öffnen aufs Bett legen. Auch sonst ist das Platzangebot dieser Kammer eher als nicht vorhanden zu bezeichnen.

Winzigbad im alten Zimmer im Hotel De Lindeboom

Im Bad wird es nicht besser. Hier weiß man sich kaum zu bewegen. Auch gibt es kaum Ablagefläche, so dass ich mich entscheide, meine Kulturtasche auf den Schreibtisch im Zimmer zu stellen. Immerhin: Die Wege zwischen Bad und Schreibtisch sind nicht sehr weit 🙄

Im Bad ist zwar alles da: Dusche, WC und Waschbecken. Aber eben alles sehr beengt. Schön ist das nicht!

Auch sonst ließ dieses Zimmer an Komfort zu wünschen übrig: Abgesehen vom nicht vorhandenen Platz fehlte es auch an einem Nachttisch oder einer kleinen Nachtkonsole. So musste ich mein Smartphone zum Laden auf die Oberkante der Holzvertäfelung am Kopfende des Bettes ablegen. Das war keine gute Idee, wie ich nachts schmerzlich (sic!) feststellen musste: Zwar ist dort auch eine der wenigen Steckdosen vorhanden, aber die geschätzte Tanja hat in dieser Nacht eine Menge Tweets von mir geliked und jeder Like ließ mein Handy vibrieren und irgendwann hat sich mein iPhone von der schmalen Kante herunter vibriert und fiel mir auf den Kopf. Aua! 😣🤕😡

Bastelarbeit am Fenster im alten Zimmer im Hotel De Lindeboom

Den Vogel abgeschossen hat allerdings die miserable Heimwerker-Arbeit am Fenster. Das bodentiefe Fenster besitzt ursprünglich einen Dreh-Kipp-Beschlag, doch ist dieser wohl vor geraumer Zeit kaputt gegangen. Anstatt diesen fachgerecht zu reparieren, wurde herum gestümpert: Zwei Riegelverschlüsse sollten die Türe von nun an zuhalten und wer tatsächlich die Türe zum „französichen Balkon“ öffnen möchte, muss an der Ösenschraube (über dem Streifen Gaffa-Tape zu sehen) ziehen. Das Fenster nachts zu kippen ist aber nicht möglich. Meiner Meinung nach ist das für ein 3-Sterne-Hotel nicht zu tolerieren!

Fazit

Die Zimmer im Neubau sind wirklich schön. Das Frühstück ist auch prima. Aber das Zimmer im Altbau geht meiner Meinung nach gar nicht! In welchem Zustand die anderen Zimmer im Altbau sind kann ich allerdings nicht beurteilen. Jedoch würde ich bei einer Buchung darauf achten, dass man kein Zimmer im Altbau bucht…

Habt Ihr auch schon mal im Hotel De Lindeboom übernachtet? Oder was habt Ihr schon in Hotels erlebt? Hinterlasst gerne einen Kommentar!

Hinweis: Ich wurde zu der Reise nach Texel und der Übernachtung im Hotel De Lindeboom durch den VVV Texel eingeladen. Mein persönlicher Eindruck wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

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Ich habe schon meinen zweiten Geburtstag an Bord eines Flugzeuges gefeiert und bin seitdem schon viel in der Welt unterwegs gewesen. Als bekennender „Aviation Geek“ freue ich mich daher umso mehr, dass ich beruflich viel unterwegs bin und mir daher daher der Stoff zum Bloggen so schnell nicht ausgeht. Zusätzlich blogge ich auch noch auf Pictourist.de vom Fotografieren – nicht nur auf Reisen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dort auch mal vorbei schaut! Wer technische Unterstützung beim Betrieb oder dem Aufsetzen eines neuen Blogs, sowie dem Umzug eines bestehenden Blogs benötigt, kann mich gerne ansprechen. Ich helfe gerne…

7 Kommentare

  1. Hätte ich gewusst, dass Dein Handy auf wackligem Untergrund über Deinem Köpfchen liegt, hätte ich die schönen Texelbilder vom Tag erst Stunden später geliked 😉
    Es ist zu schade, dass ich krank im Bett lag und nicht mit nach Texel konnte – wieder einmal, aber ich hole das nach! Die Bilder waren toll. Freue mich schon auf die Berichte von Dir über die Insel.
    Gut zu wissen, dass man im de Lindeboom den Neubau buchen muss. Mit meiner üppigen Körperfülle wäre die Schlafstube gar nicht gegangen. Danke für den Hinweis.

  2. Hallo Ingo,
    ich habe in dem Hotel auch schon eine Nacht verbracht und ebenfalls im Altbau übernachtet. Ich musste meinen Koffer also auch die schmale Treppe hochschleppen. Das kommt in kleinen alten niederländischen Hotels öfters mal vor. Mein Zimmer war auch nicht sehr geräumig, aber nicht so eng wie deins. Es gab bei mir auch zum Glück einen Nachttisch, sodass ich mein Handy nicht auf so eine Kante legen musste. Und dann schmeißt Dir Tanja das Handy auf den Kopf mit ihren vielen Likes in der Nacht. So was aber auch! Ich gebe zu, da musste ich lachen beim Lesen. Sehr schön, dass Du das im Artikel verraten hast. Das Wort Elektronik-Zoo hat mir auch sehr gut gefallen.
    Viele Grüße, Meike

    • Ich war natürlich ein wenig bedient, als mir das Handy auf den Kopp geknallt ist. Aber schon einen Tag später konnte ich, und immer noch, darüber lachen. Vor allem, weil es ja schon reichlich schräg ist, wenn einem wegen zu vieler Likes das Handy auf den Kopf fällt… 😂🤣

  3. Auch ich war schon in diesem Hotel untergebracht und fand die Zimmer jetzt nicht mega aber auch nicht schlecht. Man isst gut im Hoteleigenen Restaurant. Ich hab auf Texel mal in einer Ferienwohnung genächtigt, die tatsächlich mein Übernachtungshighlight der Insel darstellte. Vor allem da über die Feiertage kaum ein Mensch unterwegs war. Burg ist mir zu „Städtisch“ wobei das wohl jammern auf hohem niveau ist. Und du solltest den vibrationsmodus mal ausstellen. So kann man doch nicht schlafen ;D

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