Ausgleichszahlung bei Lufthansa: Teil 4 – meine Replik

Da die Antwort der Lufthansa euf meinen Anspruch auf Ausgleichszahlung derart hanebüchen ausgefallen ist, habe ich mir ein paar Tage Zeit genommen, um diese (etwas längere) Replik an den Lufthansa „Kundendialog“ zu verfassen. Immerhin konnte ich diese nun per E-Mail versenden.

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Sehr geehrte Frau Dxxx,

über die Reaktionszeiten des Lufthansa-Kundendialogs rege ich schon langsam nicht mehr auf, obwohl Reaktionszeiten von über drei Monaten m.E. für eine Premium-Airline wie die Lufthansa unhaltbar sind. Ich möchte aber an dieser Stelle um Entschuldigung bitten, dass ICH nicht früher antworten konnte, aber ich wollte mir für meine Antwort die nötige Zeit nehmen, um auf Ihre Argumentation dediziert eingehen zu können.

Bzgl. des eigentlichen Sachverhaltes kann ich mich des Eindruckes nicht verwehren, dass ich mal wieder (ich verweise in diesem Zusammenhang gerne auch meinen Schriftwechsel mit Ihrem Kollegen Herrn Pxxxx unter der Referenz 2xxxxxxx- geführt zwischen Dezember 2010 und April 2011) zuerst mit Allgemeinplätzen abgespeist werde, die so gar nicht der Wahrheit entsprechen.

Wenn Ihre Erklärung für die Annulierung des Fluges stimmen würde, dann stellt sich doch die Frage, warum an diesem Tage auch letzte Flug des Tages nach HAM annuliert wurde und auch die Abend-Flüge nach FRA und MUC massiv verspätet waren. Mir wurde nämlich in MAN vom dortigen Personal (Servisair im pers. Gespräch bzw. auch tel. von LH-Personal) mitgeteilt, dass die Annulierung nicht aus technischen Gründen erfolgt ist, sondern aus einem gänzlich anderen Grund. Dafür spricht auch, dass mir die Annulierung des Fluges bereits um 18 Uhr Ortszeit mitgeteilt wurde, also bevor auch nur der üblicherweise auf Flug 3435 eingesetzte CRJ überhaupt in MAN gelandet war.

Dass LH (und die von ihr beauftragten Carrier, z.B. Eurowings, BMI usw.) die Flugzeuge gewissenhaft wartet ist keine Neuigkeit, sondern wird von mir als Passagier auch erwartet. Hinzu kommt, dass dies auch durch die Vorschriften der EASA (LH und ihre Partner müssen die JAR erfüllen) vorgegeben ist. Dass es trotz aller Wartung auch zu techn. Ausfällen kommen kann, verstehe ich durchaus. Jedoch fehlt mir das Verständnis, wenn man mir „einen Bären aufbinden“ möchte. Und damit meine ich konkret die unterlassene Stellung einer Ersatzmaschine bzw. die zeitnahe Umbuchung auf den Flug nach Frankfurt, der, wie oben beschrieben, auch reichlich Verspätung hatte, um dann von FRA nach DUS per Zug zu reisen.

Der Hinweis, dass mir entstandene Mehrkosten evtl. erstattet werden könnten, wenn ich denn meine Unterlagen zur „Prüfung“ einreichen würde, ist schlichtweg unverschämt. Dass mir Mehrkosten in Form von erhöhten Parkgebühren in DUS entstanden sind, wurde seinerzeit schon vom LH-Personal in DUS mit einem Schulterzucken zur Kenntnis genommen.

Ich darf Sie zum Abschluss darum bitten, den Vorgang und meinen Erstattungsanspruch nochmals zu prüfen und zwar diesmal Anhand der reellen Fakten. Daher erwarte ich Ihre Antwort schon mit Spannung und hoffe, dass es Ihnen diesmal gelingt, mich nicht mit Allgemeinplätzen abzuspeisen.

Zusätzlich möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ich es mir vorbehalte, den Schriftwechsel auf meinen Blog zu veröffentlichen, sowie bei abschlägigem Bescheid meines Erstattungsanspruch Beschwerde bei den zuständigen Stellen zu erstatten.

Mit freundlichen Grüßen,

Ingo Busch.

P.S.: Jede Kritik, die ich an „Sie“ oben gerichtet habe, richtet sich nicht persönlich an Sie, Frau Dxxx, sondern die LH im Allgemeinen.

Ich bin gespannt, ob die Lufthansa nun endlich die Textbausteine in der Schublade liegen lässt und sich den tatsächlichen Fakten widmet.

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