Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ausgleichszahlung

Der Meilenschwund bei Lufthansa – Ein „Senator“ klagt und siegt

Im Januar 2011 hat die Lufthansa im Rahmen ihres Vielflieger-Programms „Miles & More“ den Wert der sog. Prämienmeilen stark gemindert. In Zahlen bedeutet dies, dass man seitdem 105.000 Meilen für einen Hin- und Rückflug nach New York in der Business Class aufwenden muss anstatt wie bis Dezember 2010 nur 90.000 Meilen. Durchschnittlich wurden damit die bereits gesammelten Meilen um 15-20 Prozent im Wert gemindert. Diese Entwertung seiner Miles & More Meilen wollte der IT-Professor Tobias Eggendorfer so nicht hinnehmen. Er wandte sich daher an den damaligen Passage-Vorstand (heute: Vorstandsvorsitzender) der Lufthansa, Christoph Franz, dass eine derartig kurzfristig angesetzte Änderung der Konditionen (die Änderungen wurden erst im Dezember 2010 bekannt gegeben) so nicht hinnehmbar sei. Seitens der Lufthansa wurde sein Anliegen recht knapp beschieden. Auch ich durfte ja schon erleben, dass Anfragen mit einer „abschließenden Darstellung“ (bei mir war die Rede davon, dass der Vorgang „hiermit abgeschlossen“ sei. Bin ich seinerzeit davon ausgegangen, dass ich in den Augen des Lufthansa „Kundendialogs“ (sollte besser „Kundenmonolog“ genannt werden) nur ein „kleiner Sch****er“ sei, bin ich über die Behandlung von …

Durchsetzung einer Ausgleichzahlung durch EUClaim – Ein Erfahrungsbericht

Es hat ein wenig gedauert, aber hier ist endlich der von mir angekündigte Bericht über meine Erfahrungen mit EUClaim: Nachdem ich feststellen musste, dass ich anscheinend alle mir zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft hatte, um die Lufthansa doch noch zu einer Ausgleichzahlung nach EG-Richtlinie 261/2004 zu bewegen, entschied ich mich, den ganzen Fall in die Hände von EUClaim zu legen. Wer noch nicht weiß, wer EUClaim ist und welche Dienstleistungen angeboten werden, der findet hier ein Portrait. Um eine Forderung auf Ausgleichszahlung (bei Flug-Verspätung oder -Ausfall) durch EUClaim durchsetzen zu lassen ist nicht viel nötig: Auf der Website von EUClaim werden in mehreren Schritten die benötigten Informationen über den beanstandeten Flug abgefragt und bekommt sofort eine erste Einschätzung mitgeteilt, ob eine Ausgleichszahlung prinzipiell berechtigt ist. Die Empfehlung, was man nun unternehmen kann, wird einem auch per E-Mail zugesandt. In meinem Fall wurden mir die beschriebenen drei Optionen vorgeschlagen. Ich habe mich dazu entschieden, die Durchsetzung meines Anspruches auf Ausgleichszahlung komplett in die Hände von EUClaim zu legen.

Ausgleichszahlung bei Lufthansa: Teil 8 – EUClaim übernimmt und hat Erfolg

Nach der letzten Antwort des Lufthansa Kundendialogs überlegte ich eine Zeit lang, ob ich den ganzen Vorgang EUClaim zur Durchsetzung meiner Ansprüche übergeben sollte. Nachdem ich mich ein wenig mit EUClaim beschäftigt hatte, fiel meine Entscheidung relativ leicht – es entstand mir schließlich kein (finanzielles) Risiko. Damit auch diejenigen folgen können, die meinen schon länger andauernden Krampf „Kampf“ mit der Lufthansa um die Zahlung einer Ausgleichzahlung nach EG-Verordnung 261/2004 noch nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse:

Durchsetzung von Passagierrechten: Alternativen zu EUCLaim

Aufgeweckt durch einen Post im Lawblog will ich noch Alternativen zu EUClaim nennen: Flightright: Die Firma Flightright hat sich auch auf die Durchsetzung von Ausgleichszahlungen gemäß der EG-Richtlinie 261/2004 spezialisiert. Die Kosten betragen hier 25 % zzgl. MwSt. und zusätzlich fallen hier evtl. auch noch Rechtsanwaltgebühren an, sofern ich die AGBs (genauer §5 Nr. 2 ff der AGB) richtig verstanden habe. Im Falle, dass die Bemühungen von Flightright nicht von Erfolg gekrönt sein sollten, entstehen laut §5 Nr. 4 der AGB keine Kosten. Fairplane Auf das in Österreich ansässige Unternehmen Fairplane bin ich erst durch den Beitrag im Lawblog aufmerksam geworden. Hier ist es wohl so, dass (laut FAQ) die Kosten gestaffelt sind. Auch hier ist es so, dass die Provision nur bei Erfolg fällig wird. Auch hier entsteht dem Passagier kein Kostenrisiko.

EUClaim hilft Passagieren bei der Durchsetzung von Ausgleichszahlungen

Zu Beginn erst einmal eine Bemerkung in eigener Sache: Ich bin kein Angestellter von EUClaim oder sonst irgendwie mit der Firma verbandelt. Dieser Artikel entsteht allein aus eigener Motivation die Dienstleistungen dieser – m.E. auf ihre Weise einzigartigen – Firma einer breiteren Masse bekannt zu machen. Wie ich nun an eigenem Leib erfahren konnte, ist es nicht so leicht, den eigenen Anspruch auf eine sog. „Ausgleichszahlung“, deren Grundlage die EG-Verordnung 261 / 2004 (Direkt-Download des deutschsprachigen PDF) ist, gegenüber einer Airline – in meinem Falle die Lufthansa – durchzusetzen. In vielen Fällen versuchen die Airlines um die Zahlung einer Ausgleichszahlung herum zu kommen, in dem sie sich auf sog. „außergewöhnliche Umstände“ beziehen. Als Einzelperson der Airline nachzuweisen, dass eben nicht alles getan wurde, um den außergewöhnlichen Umstand zu vermeiden, ist nahezu unmöglich. Außer spezialisierten Rechtsanwälten dürften auch normale Advokaten sehr schnell die Segel streichen. Und genau hier setzt EUClaim an: Die Firma führt eine eigene Datenbank mit Verspätungen, Annullierungen etc. aus der sehr schnell ermittelt werden kann, ob überhaupt eine Chance auf Erfolg besteht. Wenn …

Ausgleichszahlung bei Lufthansa: Teil 7 – eine erneute Antwort des „Kundendialogs“

Nachdem ich vor knapp drei Wochen ein Schreiben an das Lufthansa-Vorstandsmitglied Carsten Spohr geschickt habe, habe ich nun – wider Erwarten – eine erneute Antwort vom Lufthansa Kundendialog erhalten: Sehr geehrter Herr Busch, Der Vorstand dankt Ihnen für Ihr Schreiben vom 15. August 2011 und hat uns gebeten, Ihnen in seinem Namen erneut zu antworten. Wir bedauern sehr, dass auch unsere Antwort vom 12. Juli 2011 nicht Ihren Erwartungen entsprochen hat. Sie weitergehend zu verärgern, lag uns ganz gewiss fern. In diesem Zusammenhang ist es uns ein Bedürfnis, Ihnen zu versichern, dass wir Ihre Verärgerung über die Annullierung Ihres Fluges weiterhin gut verstehen können. Wie wir es Ihnen aber bereits in unserem ersten Schreiben vom 3. Juni 2011 mitgeteilt haben, war die Ursache des Flugausfalls von LH 3435 am 15. Februar 2011 ein unvorhersehbarer technischer Defekt am Höhenleitwerk der Maschine. Das von Ihnen angesprochene Urteil des EuGH bedeutet aus Sicht von Lufthansa nicht, dass die Fluggesellschaften bei technisch bedingten Annullierungen grundsätzlich haften und im vorliegenden Fall sehen wir durchaus die Möglichkeit, den Entlastungsnachweis gemäß EU-Verordnung …

Ausgleichszahlung bei Lufthansa: Teil 6 – ein Einschreiben an den Vorstand

Heute habe ich einen dicken Brief zur Post getragen und dort per Einschreiben (mit Rückschein!) aufgegeben. Das Schreiben ist adressiert an Carsten Spohr, zuständiges Vorstandsmitglied im Gesamtkonzern für die sog. „Passage“ und damit der passende Ansprechpartner, nachdem der Kundendialog selbigen einseitig eingestellt hat. Hier das Schreiben im Wortlaut: Sehr geehrter Herr Spohr, ich wende mich heute direkt an Sie, weil meine bisherigen Bemühungen bzw. der bisherige Schriftwechsel mit dem „Lufthansa Kundendialog“ ergebnislos verlief. Obwohl ich Ihre wertvolle Zeit nur ungerne über Gebühr in Anspruch nehmen möchte, erlauben Sie mir, den bisherigen Verlauf zu schildern: Am 15.2.2011 wurde der Flug LH 3435 von Manchester nach Düsseldorf annulliert. Ich wurde – nach einiger Wartezeit am Star Alliance Schalter in Manchester – mit einem Verpflegungsvoucher über 10 GBP, einem Hotelzimmer für die Nacht sowie einer Umbuchung auf den Flybe-Flug BE 7213 am nächsten Morgen versorgt. Da hiermit eine Verspätung von mehr als 4 Stunden entstanden ist, habe ich am 23.2.2011 per Telefax eine Ausgleichszahlung nach EG-Verordnung 261/2004 beantragt. Das Fax, sowie die dazu gehörigen Anlagen (Bordkarte für den …

Probleme mit der EU-Fluggastverordnung? „Panorama“ sucht Betroffene

Eben im Forum von Airliners.de gelesen: Das ARD-Magazin „Panorama“ plant für Ihre übernächste Sendung einen Beitrag über die Probleme bei der Durchsetzung von Ansprüchen, die sich aus der EU-Fluggastrechte-Verordnung ergeben. Es ist wohl so, dass viele Airlines erst dann Ausgleichszahlungen leisten, wenn man als Passagier mit einem Anwalt droht… Betroffene können sich per E-Mail an Ben Bolz (b.bolz@ndr.de), den zuständigen Redakteur, von Panorama wenden.

Ausgleichszahlung bei Lufthansa: Teil 4 – meine Replik

Da die Antwort der Lufthansa euf meinen Anspruch auf Ausgleichszahlung derart hanebüchen ausgefallen ist, habe ich mir ein paar Tage Zeit genommen, um diese (etwas längere) Replik an den Lufthansa „Kundendialog“ zu verfassen. Immerhin konnte ich diese nun per E-Mail versenden. Sehr geehrte Frau Dxxx, über die Reaktionszeiten des Lufthansa-Kundendialogs rege ich schon langsam nicht mehr auf, obwohl Reaktionszeiten von über drei Monaten m.E. für eine Premium-Airline wie die Lufthansa unhaltbar sind. Ich möchte aber an dieser Stelle um Entschuldigung bitten, dass ICH nicht früher antworten konnte, aber ich wollte mir für meine Antwort die nötige Zeit nehmen, um auf Ihre Argumentation dediziert eingehen zu können. Bzgl. des eigentlichen Sachverhaltes kann ich mich des Eindruckes nicht verwehren, dass ich mal wieder (ich verweise in diesem Zusammenhang gerne auch meinen Schriftwechsel mit Ihrem Kollegen Herrn Pxxxx unter der Referenz 2xxxxxxx- geführt zwischen Dezember 2010 und April 2011) zuerst mit Allgemeinplätzen abgespeist werde, die so gar nicht der Wahrheit entsprechen. Wenn Ihre Erklärung für die Annulierung des Fluges stimmen würde, dann stellt sich doch die Frage, warum …

Ausgleichszahlung bei Lufthansa: Teil 1 – Der erste Kontakt

Nachdem ich nun vor ein paar Tagen in Manchester „stehen geblieben“ bin, möchte ich nun von der Lufthansa, die mir zustehende Ausgleichszahlung nach EG-Richtlinie261/2004 beantragen. Aus diesem Grund habe ich eben ein Fax (per Email geht das bei LH leider nicht) mit folgendem Inhalt an den „Lufthansa Kundendialog“ geschickt: Sehr geehrte Damen und Herren, am 15.2.2011 war ich auf Flug LH 3435 (MAN-DUS) gebucht. Für diesen hatte ich bereits am morgen des 15.2.2011 online über die Website lufthansa.com eingecheckt. Um 18:00t raf ich am Flughafen Manchester ein und wollte mein Gepäck aufgeben. Am Check-In-Schalter wurde mir dann erst mitgeteilt, dass mein Flug annulliert sei. Ich sollte mich darauf hin am Star-Alliance-Ticketschalter anstellen, was ich daraufhin auch tat. Ich wurde darauf hin auf den Flug BE 7213 am nächsten morgen umgebucht. Einen Verpflegungsvoucher in Höhe von 10 GBP wurde mir ausgehändigt, sowie ein Hotel wurde für mich auf Kosten der Lufthansa reserviert. Ein Verpflegungsvoucher bzw. Frühstücksgutschein wurde mit dem Hinweis verweigert, dass ich am nächsten morgen an Board des Flugzeuges frühstücken könne. Das Hotel könne ich …