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Mit Qatar Airways von Doha nach Auckland und zurück – der längste Flug der Welt, Teil 2

Qatar_Airways Boeing 777-200LR, Foto: Qatar Airways
Qatar Airways Boeing 777-200LR, Foto: Qatar Airways

Im ersten Teil habe ich über den Erstflug von Doha nach Auckland mit Qatar Airways berichtet. Jetzt möchte ich Euch ein paar mehr Details zur Business Class, zum Service und den Speisen an Bord von Qatar Airways erzählen. Ach ja, und natürlich zum Rückflug von Auckland nach Doha. 😉

Denn auch die schönste Reise geht irgendwann zu Ende. So hieß es für mich nach fünf Tagen wieder von der „City auf Sails“ Abschied zu nehmen und wieder über Doha zurück nach Deutschland zu fliegen.

Nach einem reibungslosen Check-In können die Business Class Passagiere direkt durch Pass- und Sicherheitskontrolle zur Qantas Lounge gehen. Dort können in der Lounge des Oneworld-Partners von Qatar Airways bequem auf das Boarding und den Abflug warten.

Die Qantas-Lounge in Auckland

Die Qantas-Lounge in Auckland

Ich ließ es mir mit ein paar Knabbereien und einem kühlen Drink denn auch gut gehen. 😉

Mit einem Drink in der Hand warten auf den Rückflug

Mit einem Drink in der Hand warten auf den Rückflug

Bevor ich allerdings in die Lounge gegangen bin, habe ich nachgeschaut, ob denn das Flugzeug für den Rückflug schon da ist. Und in der Tat stand die Boeing 777-200LR (Reg. A7-BBH) schon auf dem Vorfeld und wurde auf von einer Außenposition auf eine Gebäudeposition umgeschleppt.

Die Boeing 777-200LR (A7-BBH) steht schon bereit

Die Boeing 777-200LR (A7-BBH) steht schon bereit

Nach dem Boarding und dem Einnehmen meines Sitzes, diesmal 6K am Fenster, wurde ich, wie auf dem Hinflug, gefragt, was ich trinken möchte. Wie auf allen Flügen dieser Reise entschied ich mich wieder für ein Gläschen Champagner 🙂

Mal wieder: Gläschen Schampus vor dem Start

Mal wieder: Gläschen Schampus vor dem Start

Nach dem Start habe ich mir erst mal einen Screwdriver bestellt, bevor ich aus der umfangreichen Speisekarte meine Menüfolge zusammen stellte…

After-Take-Off-Drink

After-Take-Off-Drink

Kurz nach dem Start in Auckland

Kurz nach dem Start in Auckland

Man kann an Bord der Business Class von Qatar Airways ganz frei bestimmen, welche Speisen man zu welchem Zeitpunkt zu sich nehmen möchte. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht an feste Essenszeiten gebunden ist und wirklich das essen kann, wonach einem gerade ist. Sehr angenehm dabei: Man kann sich auch Speisen reservieren, so dass man nicht Gefahr läuft, dass ein bestimmten Gericht eventuell nicht mehr verfügbar ist, wenn dem Passagier danach gelüstet…

Speisekarte für den Rückflug QR 921 von Auckland nach Doha

Speisekarte für den Rückflug QR 921 von Auckland nach Doha

Da der Rückflug QR 921 in Auckland um 14:40 Uhr Ortszeit startet, entschied ich mich für ein volles Menü, bestehend aus Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Alles sehr lecker! Sowohl der Lachs, Shrimp als Überraschung zum Zwischengang, als auch das Rinderfilet und das Eis zum Nachtisch.

Während des Fluges habe ich das gemacht, was ich eigentlich am liebsten – außer Schlafen und Essen – an Bord mache: Aus dem Fenster schauen!

Aus dem Fenster schauen - meine Lieblingsbeschäftigung

Aus dem Fenster schauen – meine Lieblingsbeschäftigung

Da der Flug nicht komplett ausgebucht war, konnte ich auch Fotos aus dem Fenster auf der gegenüberliegenden Seite machen und ich finde: Es hat sich gelohnt! 😉

Über den Wolken....

Über den Wolken….

Aber irgendwann wurde ich dann auch müde und die Crew hatte freundlicherweise schon mein Bett gemacht. Da genügend Sitze frei waren, wurde mir mein Schlafgemach mit der Matratzenauflage auf Sitz 6F bereitet. Schnell noch die normalen Straßenklamotten gegen den Schlafanzug, der allen Business Class Passagieren zur Verfügung gestellt wird, getauscht und schon befand ich mich im Land der Träume. Und das für viele Stunden, während wir den Indischen Ozean überflogen…

Mein "Bett" mit der Matratzenauflage auf Sitz 6F

Mein „Bett“ mit der Matratzenauflage auf Sitz 6F

Die Kabine in der Boeing 777-200LR der Qatar Airways hat ein klassisches 2-2-2 Layout, welches jedoch äußerst geräumig ist. Ablagen sind auch reichlich vorhanden und die Größe des Bildschirms des Entertainment Systems ist mehr als ausreichend. Aber genug der vielen Worte, hier eine kleine Foto-Galerie:

Eine Sache, die den Crews – auf allen Flügen – nicht so richtig gut gelingt, ist der Ausschank von Bier. Ich weiß, es ist Jammern auf hohem Niveau, aber das erste Bier zum Essen kommt meistens ohne Schaum. Dafür wird das nächste Bier mit zuviel Schaum serviert. Selten jedoch genau richtig. Aber ansonsten ist der Service an Bord tip-top! Was mir besonders auf- und gut gefallen hat: Man wird ständig mit Wasser versorgt! Sowohl ausgeschenkt im Glas, als auch in der Flasche, die man an seinem Sitz verstaut. Einen trockenen Mund hatte ich zu keinem Zeitpunkt!

Tja, nach fast 17 Stunden Flugzeit hatte ich einen neuen persönlichen Rekord geknackt und habe in der Zeit über 14.500 KM zurück gelegt. Wahnsinn!

Nach der Landung in Doha fühlte ich mich nicht nur ein wenig zerknautscht, nein ich sah auch so aus. Aber wie auf dem Hinflug von Doha nach Auckland, konnte auch hier wieder eine Dusche helfen 😉

Fazit: Es ist ein ziemlich langer Flug! Sowohl hin, als auch zurück. Es muss jeder für sich entscheiden, ob er so lange am Stück in einem Flugzeug sitzen möchte, oder nicht. In der Business Class von Qatar Airways lässt es sich auf jeden Fall sehr gut aushalten. Anzeichen eines „Röhrenkollers“ konnte ich bei mir zu keinem Zeitpunkt ausmachen 😉

Hinweis in eigener Sache: Ich wurde von Qatar Airways zum Erstflug nach Auckland in der Business Class eingeladen. Meine Meinung ist hierdurch jedoch nicht beeinflusst.

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch mit Qatar Airways zu fliegen: Hier geht’s zur Buchung! 😉

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6 Kommentare

  1. … und die servierten Nüsse waren (bei unserem Flug ein paar Tage später zumindest) immer leicht angewärmt. Das fand ich nun wirklich einen fast schon dekadenten Service!

    Ich bin neugierig, wie unser Flug in ein paar Tagen sein wird und werde später einmal berichten. Angst macht er mir jedenfalls nicht – und ich persönlich finde die langen Strecken ohne Stop-Over ganz angenehm. Man vermeidet so den doppelten Jetlag 😉

    • Ingo Busch sagt

      Ups. Da sieht man mal, wie verwöhnt man doch ist: Die warmen Nüsse hatte ich nicht erwähnt, weil ich das schon von Emirates so kenne 😉

  2. Phantastisch! Ich muss gestehen, dass ich noch nie 1. Klasse geflogen bin. Mein weitester Flug war bisher nach Südafrika mit SAA. Deiner Beschreibung nach sollte ich das mit der 1. Klasse auf jeden Fall bei einer nächsten Reise in Erwägung ziehen. Abgesehen vom leckeren Essen und Komfort hört der Urlaub dann durch Platz und Bequemlichkeit dann wohl nicht gleich am Flieger auf 😉
    Danke für Deine Eindrücke.

  3. Vielen Dank für den Bericht und die super Einblicke.
    Ich bin zwar kein Biertrinker, aber mit dem Schaum könnte es wegen des Luftdrucks schwierig sein.

    • Ingo Busch sagt

      Mit dem Schaum klappt es meistens doch irgendwie. Zuviel Schaum gibt es häufiger. Aber zu wenig ganz selten…

  4. 17 Stunden am Stück ohne Pause ist schon happig! Mein längster Flug war bisher von Shanghai bis Frankurt, das waren knapp 13 ½ Stunden… wir musste noch eine Weile über Frankfurt kurven! Und dann noch ungefähr 6 Flüge über 10 Stunden. Aber ich muss ehrlich sagen, dass man sich dran gewöhnt, wenn man einige Tricks kennt 😃 Guter Artikel und weiter so!

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